fbpx
Logo 5 Minuten
STARTSEITE > Klagenfurt > Leben Veröffentlicht am 08.11.2021, 15:35

Erste Proteste werden organisiert

Nach Uni-Mail werden Stimmen laut: "Bildung ist für alle da!"

Klagenfurt - Nicht nur die Studierenden zeigen sich über das E-Mail des Rektors der Universität "geschockt". Auch die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) ist brüskiert. "Die Art und Weise, wie diese Regelung verkündet worden ist, hat uns sprachlos gemacht", erklären sie in einem Posting. Auch erste Proteste werden bereits organisiert.
von Redaktion3 Minuten Lesezeit (394 Wörter)

Wie berichtet, wendete sich der Rektor der Universtität Klagenfurt, Oliver Vitouch, am vergangenen Samstag in einem Mail an die Studierenden und kündigte die Einführung der 2G-Regel in allen Gebäuden der Universität Klagenfurt an. Das Schreiben sorgte für Aufsehen, immerhin betonte der Rektor darin, dass “jene, die all das rundweg ablehnen, sich fragen [sollten], ob eine Universität auf Dauer das Richtige für sie ist.“ Mehr dazu in “Studierende fassungslos: Nach Uni-Email gehen die Wogen hoch“.

ÖH: “Schritte wurden nicht mit uns abgesprochen”

Nun meldete sich auch die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) zu Wort. Die gesetzliche Vertretung der Studierenden ist fassungslos über das Vorgehen der Universität. “Die Schritte, die am Samstag von der Universität Klagenfurt gesetzt worden sind, wurden nicht mit uns abgesprochen”, wenden sie sich in einem Facebookposting an die Studierenden. Zuletzt habe man sich auf eine 2,5G Regelung geeinigt. In die 2G-Entscheidung wurden sie weder miteinbezogen, noch seien sie vorab darüber informiert worden.

Auch die Art und Weise, wie diese Regelung verkündet worden ist, sorge bei der ÖH für Sprachlosigkeit. “Sich als Rektor einer Universität auf den Papst zu berufen und dann auch noch Wikipedia zu zitieren, ist weder wissenschaftlich noch fortschrittlich”, heißt es in dem Posting und weiter: “Es kann außerdem nicht sein, sich ein Urteil darüber zu erlauben, wer an eine Universität gehört und wer nicht. Eines ist ganz klar, Bildung ist für alle da.” In den kommenden Tagen will die Hochschülerschaft versuchen, Gespräche mit dem Rektorat zu führen, “um Klarheit zu schaffen und die weitere Vorgehensweise zu besprechen”.

Währenddessen wird erster Protest organisiert

“Angesichts der nun verordneten 2G-Pflicht an der Universität Klagenfurt und dem damit verbundenen Ausschluss von ungeimpften Studenten aus dem regulären Vorlesungsbetrieb, wollen wir gerne gemeinsam ein überparteiliches Zeichen für Zusammenhalt und gegen Spaltungslust setzen”, erklärt Hans-Peter Kurz, Landesgeschäftsführer der Freiheitliche Jugend Kärnten. Für den morgigen Dienstag ist eine Protestaktion am Haupteingang der Universität geplant. Unter dem Motto „Hier wird das Recht auf Bildung zu Grabe getragen“ wird um 12.30 Uhr ein Kerzenmeer entzündet. “Egal ob ungeimpft oder geimpft, setzen wir morgen gemeinsam ein starkes Zeichen zum Erhalt eines freien Bildungszugangs”, betont Kurz.

Veröffentlicht am 08.11.2021, 15:35
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.

#Mehr Interessantes

#Mehr zum Thema

#Mehr von 5 Minuten

Startseite Neueste Beiträge

Info

Eilmeldungen Tarife & Werbung Datenschutzer­klärung Impressum

Regionen

Kärnten Villach Klagenfurt
Logo 5 Minuten

In #5min informiert durch den Tag.