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STARTSEITE > Kärnten > Wirtschaft Veröffentlicht am 25.11.2021, 12:58

Ab 2022

Land Kärnten erhöht Einkommens­grenze für Wohn­bauförderung

Kärnten - Land Kärnten erhöht Einkommensgrenzen für Förderwerber und führt erstmals Einschleifregelung ein. Wer die Einkommensgrenze überschreitet, bekommt eine verringerte Förderung.
von Anja Mandler4 Minuten Lesezeit (533 Wörter)

Einen neuen Weg schlägt das Land Kärnten ab 2022 bei der Wohnbauförderung ein: Es werden nicht nur die Einkommensgrenzen kräftig erhöht – erstmals wird auch eine Einschleifregelung festgelegt. Die entsprechende Gesetzesnovelle wurde heute, Donnerstag, im Kärntner Landtag einstimmig beschlossen. „Wir wollen damit mehr Kärntnerinnen und Kärntner dabei unterstützen, Wohnraum für sich zu schaffen – von der Eigentumswohnung bis zum eigenen Haus“, erklärt Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig.

Einkommensgrenze erhöht

Konkret wird die Einkommensgrenze für eine Person von 38.000 auf 43.000 Euro Jahresnettoeinkommen erhöht, für zwei Personen von 55.000 auf 67.000 Euro. Für jede weitere Person im gemeinsamen Haushalt steigt die Einkommensgrenze um 6.000 Euro. „Es ist wichtig, für Förderungen klare Grenzen einzuziehen, allerdings ist es unfair, wenn man nur wegen einer geringfügigen Überschreitung gleich um die gesamte Unterstützung umfällt. Daher führen wir ein neues System ein: Auch bei einer Überschreitung der Grenzen gibt es Förderungen, allerdings in geringerer Höhe“, erklärt Schaunig.

Verringerte Förderung für diese Personen

Überschreiten Förderwerbende die Einkommensgrenze um zehn Prozent, bekommen sie 75 Prozent der Förderungen. Überschreiten sie die Grenze um 20 Prozent, bekommen sie 50 Prozent der Fördersumme. Und überschreiten Förderwerbende die Einkommensgrenze um 30 Prozent, erhalten sie immerhin noch 25 Prozent der Förderung.

Summen werden erhöht

Auch die Fördersummen werden erhöht, sowohl bei den Krediten als auch bei den Einmalzuschüssen“, kündigt Schaunig an. Weitere Vereinfachungen in bestehenden Förderrichtlinien wird der Wohnbauförderungsbeirat in seiner nächsten Sitzung behandeln. Alle Details zur neuen Wohnbauförderung 2022 werden im Dezember veröffentlicht.

“Mehr Kärntner kommen in Genuss der Wohnbauförderung”

„Es freut mich, dass uns in den Verhandlungen mit den anderen Parteien gelungen ist, wesentliche Verbesserungen herbeizuführen“, sagt ÖVP-Clubobmann Markus Malle. Auf  Initiative der ÖVP-Verhandler – Malle und Abgeordneter Herbert Gaggl – wurden die Einkommensgrenzen für den Bezug der Wohnbauförderung angehoben. „Durch diese Anhebung kommen nun mehr Kärntnerinnen und Kärntner in den Genuss der Wohnbauförderung“, ist auch Gaggl zufrieden mit der Abänderung. Einig sind sich Malle und Gaggl, dass das neue Wohnbauförderungsgesetz ein erster Schritt ist. „Es ist ein Startschuss für weitere Anpassungen“, so Malle. „Es wird notwendig sein, dieses Gesetz in weiteren Anstrengungen wieder an die Lebensrealität der Menschen heranzuführen.“ Gaggl ergänzt: „Die geringe Anzahl an Förderanträgen zeigt eindeutig, dass sich das Gesetz zunehmend von der Realität der Kärntnerinnen und Kärntner entfernt hat.“

“Wichtiger Schritt”

„Die Anpassung bei der Wohnbeihilfe ist ein erster wichtiger Schritt, um gerade einkommensschwachen Kärntner Familien auf Grund der derzeitigen massiven Preissteigerungen stärker unter die Arme zu greifen. Auch mit der Erhöhung der Einkommensgrenzen für Förderwerber wird eine langjährige Forderung der Freiheitlichen endlich umgesetzt. Dies ebenso wie leichte Verbesserungen bei der Wohnbauförderung. Es bleibt zu hoffen, dass nun wieder mehr Kärntnerinnen und Kärntner die Wohnbauförderung in Anspruch nehmen können. Seitens der FPÖ werden wir auch weitere Initiativen im Landtag setzen und Verbesserungen im Sinne der Kärntner Mieter und Häuslbauer fordern“, erklärt der Vorsitzende des Wohnbauausschusses und stellvertretende FPÖ-Klubobmann Harald Trettenbrein.

Veröffentlicht am 25.11.2021, 12:58
Artikel-UPDATE am 25.11.2021, 15:47
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