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STARTSEITE > Graz Veröffentlicht am 06.12.2021, 11:15

Erste Ergebnisse

Studie der Med Uni Graz: Das sind die häufigsten Langzeitfolgen einer Covid-Infektion

Graz - Auch eineinhalb Jahre nach Beginn der Pandemie gibt es noch Vieles über das SARS-CoV-2-Virus bzw. die Erkrankung COVID-19 zu erforschen. Die Biobank der Med Uni Graz kümmert sich um die Lagerung, Vermittlung und den ethisch korrekten Umgang mit den humanen Proben, die für Studien rund um das Virus und die Erkrankung von größter Bedeutung sind.
von Sarah Oschounig3 Minuten Lesezeit (472 Wörter)

Die ersten Ergebnisse einer Studie, bei der Antikörper von COVID-19-Genesenen bis zu acht Monaten nach ihrer Infektion gemessen wurden, zeigen eine starke Bildung von Antikörpern und einen stabilen Antikörperspiegel. Ein symptomatischer Verlauf mit zumindest einem dieser Symptome (Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Geschmacksverlust, Geruchsverlust) und Grunderkrankungen führen diesen Ergebnissen zufolge zu einem höheren Antikörperspiegel. Die Biobank der Med Uni Graz lud Interessierte dazu ein, mit Proben die Erforschung von und letztendlich den Kampf gegen COVID zu unterstützen.

Biobank der Med Uni Graz spielt wichtige Rolle

Weltweit wird mit Hochdruck am SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 – der Krankheit, die das Virus auslöst – geforscht. Neben klinischen Studien sind auch humane Proben von Erkrankten bzw. Genesenen von höchstem Wert. Blut, Speichel, Tränenflüssigkeit oder Gewebe können eingesetzt werden, um verschiedene Parameter und Auswirkungen der Krankheit zu bestimmen. Eine wichtige Rolle beim Verwalten und Betreuen der Proben spielt dabei die Biobank der Med Uni Graz. Sie kümmert sich um die sichere und schonende Aufbereitung und Lagerung der Proben und deren ethisch korrekte Verwendung in Forschungsprojekten. Sie wirkt als „Treuhänderin“ und garantiert, dass die Proben nur mit der Einverständniserklärung ihrer Spender*innen verwendet werden. Über aktuelle Forschungsprojekte und –aktivitäten wird auf der Website der Biobank informiert (https://biobank.medunigraz.at/unterstuetzung).

326 Studienteilnehmer

Von der Biobank der Med Uni Graz wurde gemeinsam mit dem LKH-Univ. Klinikum Graz und der Medizinischen Universität Graz bereits im Frühjahr 2020 eine Studie mit COVID-19-Genesenen initiiert und durchgeführt. Die Studienteilnehmer meldeten sich freiwillig nach Aufrufen in Zeitungen, den sozialen Medien und der Website der Med Uni Graz. Es gab 326 Studienteilnehmer. Diese Personen wurden mittels PCR-Verfahren positiv auf SARS-CoV-2 getestet und haben eine Erkrankung mit „mildem Verlauf“ (also ohne Hospitalisierung) durchlebt. Die Studie umfasst insgesamt fünf Visiten, bei denen Blutproben entnommen, sowie ein Mund- bzw. Nasenabstrich vorgenommen wurde. Bei der ersten Visite mussten die Studienteilnehmer einen Fragebogen zum Verlauf der Krankheit, Vorerkrankungen/Vorgeschichte und Lebensstil ausfüllen.

Häufigstes Symptom ist Müdigkeit

Die Studie will erforschen, wie sich der Antikörperstatus im Zeitraum von bis zu einem Jahr verändert. Bisher konnten die Forscherinnen beobachten, dass die Höhe der Antikörper zumindest rund acht Monate lang relativ stabil bleibt. „Eine interessante Beobachtung konnte im Zusammenhang mit vorhandenen Erkrankungen gemacht werden. Menschen mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes, der Schilddrüse, des Nervensystems oder mit Bluthochdruck haben einen höheren Wert an Antikörpern als Studienteilnehmerinnen ohne Vorerkrankung“, so Chiara Banfi vom Institut für medizinische Informatik, Statistik und Dokumentation.

Die Symptome einer COVID-19-Erkrankung können noch lange nachwirken. Zwei Drittel der Studienteilnehmer (66,9 %) beschrieben im Median bis zu 38 Tage nach der Infektion noch immer Symptome. Die häufigsten waren Müdigkeit (41,1 %), Veränderung des Geschmackssinnes (23,6 %), Kopfschmerzen (23,3 %) und Veränderung des Geruchssinnes (19,9 %).

Veröffentlicht am 06.12.2021, 11:15
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