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STARTSEITE > Graz Veröffentlicht am 15.01.2022, 06:38

46 Prozent bereits geboostert

"Nach Booster-Impfung sinkt die Ansteckungs­gefahr deutlich"

Steiermark - Beim 44. Impf-Update des Landes Steiermark informierten heute Vormittag (14. Jänner 2022) Impfkoordinator Michael Koren und Landesamtsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Wlattnig zum Stand der Corona-Schutzimpfungen in der Steiermark. Als Gast war Oberarzt Bernhard Haas, Facharzt für Innere Medizin und Infektiologe sowie Impfkoordinator der KAGes, beim ersten Impf-Update in diesem Jahr mit dabei.
von Carolina Kucher4 Minuten Lesezeit (497 Wörter)

Impfkoordinator Michael Koren begann mit einem Überblick über die aktuellen Impfzahlen in der Steiermark: „Insgesamt haben wir in der Steiermark mittlerweile mehr als 2,3 Millionen Impfungen gesetzt und auch über Weihnachten hat sich viel getan. Wir haben uns insbesondere auch bemüht, die Erstimpfungen voranzutreiben, derzeit liegen wir bei einer Erstimpfungsquote bei 74,3 Prozent, das sind 926.741 Impfungen.” Auch bei den dritten Impfungen liege die Steiermark gut, so Koren: „Mit 573.467 Impfungen bzw. 46 Prozent liegen wir im Bundesländer-Vergleich stabil auf dem dritten Platz.”

Zufrieden mit Dezember-Bilanz

Besonders stolz sei man auf die Impfbilanz des Dezembers 2021: „Dieser Monat war mit 383.000 Impfungen der stärkste Impfmonat, den wir je hatten und mit über 120.000 verabreichten Impfungen war die Kalenderwoche 50 die stärkste Impfwoche”, sagte Koren abschließend.

„Wir sind in der Steiermark gut gerüstet für jene 50.000 Personen, die aufgrund der neuen Sechsmonatsfrist der Impfzertifikate im Jänner noch eine dritte Impfungen benötigen, um auch weiterhin einen gültigen Grünen Pass zu haben”, begann Landesamtsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Wlattnig seine Ausführungen und ergänzte: „In der kommenden Woche werden wieder rund 40.000 Impfeinladungen für die Kalenderwochen sechs bis acht verschickt. Diese gehen einerseits an Personen, die sich kürzlich neu angemeldet haben, und andererseits an Steirerinnen und Steirer, die für eine dritte Impfung anspruchsberichtigt sind.”

Kinderimpfen läuft gut

Das Kinderimpfen, so Wlattnig weiter, laufe in der Steiermark gut. Rund 13.780 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren erhielten bereits ihre Erstimpfung, knapp über 9.000 sogar die Zweitimpfung. Das nächste freie Kinderimpfen findet am Sonntag, 16. Jänner 2022, von 8 bis 14 Uhr an den Impfstraßen Graz, Premstätten, Bruck, Judenburg, Hartberg und Leoben statt.

„Von vergangenem Freitag bis zum heutigen Freitag gab es 60.774 Impfungen in der Steiermark. Gegenüber der letzten Ferienwoche kann eine leichte Steigerung verzeichnet werden, jedoch sind die Erstimpfungen mit 5.271 Dosen derzeit nicht zufriedenstellend. Die Erstimpfungen bewegen sich auf einem konstant niedrigen Niveau. Es ist davon auszugehen, dass mit Beschlussfassung des Impfschutzgesetzes auch diese Zahl wieder ansteigen wird”, so Wlattnig. In der Steiermark gebe es rund 180.000 von der Impfpflicht betroffene Personen ab 14 Jahren. Dies entspricht rund 16,5 Prozent der impffähigen Steirerinnen und Steirer ab 14. Jahren, die keine Impfung vorweisen können, diese allerdings brauchen, um weiterhin straffrei zu bleiben.

“Schutz durch den Booster ist enorm”

Der Wissenschaftler unterstrich auch die Bedeutung der Booster-Impfungen: „Der Anstieg des Schutzes durch den Booster ist enorm. Die neuesten Daten zeigen, dass die Booster-Impfung den Immunschutz auf ein höheres Niveau, als man es nach dem zweiten Stich hatte, bringt. Daten aus Dänemark zeigen zudem, dass die Booster-Impfung auch vor Infektion schützt: Bei Dreifach-Geimpften hat sich laut diesen Daten das Infektionsrisiko für Personen im gemeinsamen Haushalt mit einem Infizierten halbiert. Wenn sich Geimpfte infizieren, scheiden sie weniger lang Viren aus und die Viruslast ist insgesamt geringer. Dafür entwickeln sich bei Geimpften schneller Symptome. Das dürfte deshalb so sein, weil der immunisierte Körper auf das Virus schneller reagiert als bei Personen, die weder genesen noch geimpft sind.”

Veröffentlicht am 15.01.2022, 06:38
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