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Symbolfoto
Symbolfoto von 5min.at: Panoramablick auf Graz vom Schlossberg.

„Wie geht´s dir WIRKLICH?“ Mental-Health-Kampagne für Lehrlinge

Die vergangenen Jahre waren für Lehrlinge keine leichten: Zuerst die Covid-Pandemie mit Lockdowns sowie Distance Learning in der Berufsschule und nun eine Rekordinflation mit einer massiven Teuerung.

von Elisa Auer
1 Minute Lesezeit(172 Wörter)

Laut der Lehrlingsgesundheitsbefragung 2021/22 zeigt sich bei einem Teil von Österreichs Lehrlingen eine relativ hohe Anzahl an psychischen Symptomen, wie depressive Verstimmungen, Ängste, Schlafstörungen, aber auch problematische Essstörungen.

Mental-Health Kampagne

Genau deshalb hat die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) Steiermark gemeinsam mit der AK Steiermark die „Wie geht‘s dir WIRKLICH?“-Mental-Health-Kampagne ins Leben gerufen. AK-Präsident Josef Pesserl betont: „Die psychische Gesundheit unserer Lehrlinge ist uns ein großes Anliegen und sollte deshalb auch ernst genommen werden.“ Allen Lehrlingen soll es möglich sein, ihr psychisches Wohlbefinden im Höchstmaß zu erreichen und zu erhalten.

Die Arbeiterkammer fordert

  1. Die vollständige Kostenübernahme durch die Krankenversicherung und
    flächendeckend ausreichende Kapazitäten für Psychotherapie, funktionelle Therapie
    und kinder- und jugendpsychiatrische Angebote. Keine Kontingentierung oder
    Deckelung der Kapazität der Angebote. Eine kostenlose (ohne Vorfinanzierung) und
    vor allem unmittelbare Behandlung muss gewährleistet werden.
  2. Den Ausbau der psychosozialen Unterstützung an Berufsschulen: Anlaufstellen mit
    Schulsozialarbeiter:innen und Schulpsycholog:innen für alle Berufsschüler:innen.
  3. Psychische Erkrankungen bei Lehrlingen beginnen teilweise auch schon vor der
    Lehrzeit. Auslöser sind oftmals allgemein bekannte Probleme wie Kinderarmut,
    keine Betreuungsmöglichkeit wie z.B. Ganztagsschulen oder Suchtproblematiken in
    den Schulen. Die AK fordert präventiv kostenlose Betreuungsplätze sowie
    kostenlose Freizeitangebote.

Präventive Maßnahmen

„Es ist unbedingt notwendig, dass Präventionsmaßnahmen zu Mobbing und Diskriminierung, wie beispielsweise kostenlose Freizeitangebote oder Unterstützungseinrichtungen, ausgebaut werden“, so ÖGB-Landesjugendsekretär Simon Glauninger. Es soll flächendeckende Schulungen für „Ersthelfer“ geben, die zeigen, wie sie psychische Beeinträchtigungen bei Jugendlichen früh erkennen und ansprechen können und wie sie junge Menschen darin unterstützen, sich Hilfe zu holen.

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