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Symbolfoto 5min.at: Innenstadt in Graz.

Was soll aus leerstehen­den Wohnun­gen werden? Graz berät sich mit Innsbruck

Die Reduktion von Leerstand ist ein wichtiges Thema, um die Leistbarkeit von Wohnen im urbanen Bereich zu verbessern.

von Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(339 Wörter)

Die Bewältigung des Leerstands wird auf kommunaler Ebene als eine der dringlichsten Herausforderungen betrachtet, um bezahlbaren Wohnraum in städtischen Gebieten zu verbessern.

Städte im Dialog

Aus diesem Grund haben sich Vizebürgermeisterin Judith Schwentner und Bürgermeister Georg Willi aus Innsbruck zu einem Austausch getroffen. „Wir wissen nun, dass in Innsbruck 7,8 Prozent aller Wohnungen, somit mehr als 3.000 Wohnungen leer stehen, obwohl sie vermietet werden könnten. Neben der Leerstandsabgabe braucht es aber weitere wohn- und bodenpolitische Hebel, um gegen solch einen Missstand vorgehen zu können”, so Willi zur Situation in Innsbruck.

Grazer Register wird aktualisiert

Auch in Graz sollen derzeit noch die entsprechenden Grundlagen fehlen, um eines seriöse Leerstandserhebung durchführen zu können und damit verbunden eine Leerstandsabgabe einzuheben. Die Stadtregierung ist der Meinung, dass über viele Jahre die politisch Verantwortlichen in Graz eine Aktualisierung des Gebäude- und Wohnungsregisters verabsäumt hätten. Deshalb haben KPÖ, Grüne und SPÖ beschlossen, das Gebäude- und Wohnungsregister unter Einsatz von zusätzlichem Personal zu aktualisieren.

Grazer Koalition vereint gegen Leerstand

SPÖ-Klubobmann Michael Ehmann betont die Bedeutung eines flächendeckenden Gebäude- und Wohnungsregisters zur Bekämpfung des Leerstands. Dieser soll nämlich als Preistreiber bei den Mieten wirken und “unnötige Infrastrukturausgaben” verursachen. Die SPÖ habe sich daher bei Verhandlungen für ein größeres Budget eingesetzt, fügt Ehmann hinzu. „Gerade in Zeiten von überteuerten Mieten und starker Bodenversiegelung gilt es, den Leerstand möglichst gering zu halten. Wir benötigen in Graz mehr leistbare Wohnungen und keine weiteren Anlegerwohnungen, die leer stehen“, sagt Stadtrat Manfred Eber abschließend.

„Der Grazer Koalition ist es ein großes Anliegen, Leerstand zu erheben und zu reduzieren. Wir greifen dabei gern auf die Erfahrungen anderer Städte zurück. Daher ist mir der Austausch mit Bürgermeister Willi besonders wichtig, um zu sehen, wie wir effektiv und zielgerichtet vorankommen.“

Vizebürgermeisterin Judith Schwentner
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 01.08.2023 um 18:31 Uhr aktualisiert

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