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/ ©Dieter Kulmer Photography

In Kärnten: Rück­gang der Einbürger­ungen

Im ersten Halbjahr 2023 wurden insgesamt 6.658 Personen in Österreich eingebürgert. Diese Zahlen, basierend auf vorläufigen Daten von Statistik Austria, zeigen einen Rückgang der Einbürgerungen um 18,3 % im Vergleich zum Vorjahr.

von Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(263 Wörter)

Tobias Thomas, Generaldirektor von Statistik Austria, erklärte, dass der Rückgang der Einbürgerungszahlen hauptsächlich auf eine Verringerung der Einbürgerungen von NS-Opfern und ihren Nachkommen zurückzuführen sei. Im 1. Halbjahr 2023 wurden 806 solcher Fälle verzeichnet, was einem Rückgang um 66,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Einbürgerungstrend seit 2016 unterbrochen

Der seit 2016 beobachtete Trend steigender Einbürgerungszahlen, der durch den Rückgang im ersten Jahr der Corona-Pandemie 2020 unterbrochen wurde, hat sich vorläufig nicht fortgesetzt. Im 1. Halbjahr 2023 wurden 806 Personen als politisch Verfolgte und deren Nachkommen (nach §58c StbG) eingebürgert, wovon 797 Personen (98,9 %) im Ausland lebten. Im Gegensatz dazu ergab sich bei Einbürgerungen von Personen mit Wohnsitz in Österreich ein Anstieg um 1,5 % im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022.

Herkunft, Geschlecht und Altersverteilung der Neubürger

Weitere statistische Erkenntnisse zeigen, dass fast ein Drittel (28,3 %) der im 1. Halbjahr 2023 eingebürgerten Personen in Österreich geboren wurde. Etwa die Hälfte der Einbürgerungen entfiel auf Frauen (50,6 %), und rund ein Drittel der Eingebürgerten war unter 18 Jahre alt (33,0 %). Insgesamt waren 32,4 % der neuen österreichischen Staatsbürger vor ihrer Einbürgerung Staatsangehörige von vier Ländern: Syrien (13,0 %), Türkei, Bosnien und Herzegowina sowie Afghanistan.

Weniger Einbürgerungen in Kärnten

Die Einbürgerungen variierten in den Bundesländern, wobei sechs von ihnen im 1. Halbjahr 2023 mehr Einbürgerungen verzeichneten als im Vorjahreszeitraum. Die höchsten Zuwächse wurden im Burgenland (+25,9 %), der Steiermark (+22,2 %), Niederösterreich (+21,7 %) und Oberösterreich (+14,8 %) verzeichnet. Hingegen gab es in Wien (−14,8 %), Salzburg (−14,0 %) und Kärnten (−3,8 %) weniger Einbürgerungen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 23.08.2023 um 11:10 Uhr aktualisiert

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