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Überraschend: Privat­konkurse in der Steier­mark gehen zurück

Die Statistiken für Privatkonkurse in der Steiermark zeigen überraschend niedrigere Zahlen als erwartet. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurden 758 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet.

von Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(281 Wörter)

Ebenso sind die vorläufigen Passiva* um mehr als 40 Prozent auf 85 Mio. Euro gesunken. Doch diese Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte. Laut einer aktuellen Umfrage des Kreditschutzverbandes (KSV1870) geben 54 % der heimischen Unternehmen an, dass Privatpersonen derzeit weniger Geld ausgeben als im Vorjahr zur selben Zeit. Dies verdeutlicht, dass viele Menschen in Österreich mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben, einschließlich höherer Preise für Lebensmittel, Miete und Strom.

Steirische Privathaushalte vor finanziellen Herausforderungen

René Jonke, Leiter der KSV1870 Region Süd, erklärt: “Wir sollten uns dennoch der Realität stellen. Die finanzielle Lage der Privatpersonen verschärft sich weiter, und obwohl die Menschen in Krisenzeiten bewusster mit ihrem Geld umgehen, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Zahl der Privatkonkurse deutlich ansteigt.” Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2019, vor den Krisenjahren, in den ersten neun Monaten fast 772 Privatkonkurse eröffnet, was rund 2 Prozent mehr Fällen entspricht.

Steiermark verzeichnet den stärksten Rückgang im Ländervergleich

Die Steiermark verzeichnet den höchsten Rückgang bei den Privatkonkursen im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Die meisten Bundesländer melden teils erhebliche Zuwächse bei den eröffneten Schuldenregulierungsverfahren. Besonders hervorzuheben sind Vorarlberg (+ 41 %), das Burgenland (+ 27,6 %) und Kärnten (+ 17 %). Die einzigen Ausnahmen sind Niederösterreich (- 1,5 %) und die Steiermark.

Rückgang der Passiva in den ersten drei Quartalen 2023

Parallel zu den eröffneten Schuldenregulierungsverfahren sind auch die vorläufigen Passiva gesunken. Im Gegensatz zum Vorjahr verzeichneten die ersten drei Quartale des Jahres 2023 einen Rückgang der geschätzten Verbindlichkeiten um knapp 40 Prozent auf 85 Mio. Euro. Das Burgenland verzeichnete den größten Zuwachs (plus 87,5 %).

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 21.09.2023 um 10:49 Uhr aktualisiert

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