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Millionen-Investition: Kelag baut Fern­wärme in Villach weiter aus

Bis 2025 investiert die Kelag rund 32 Millionen Euro in die Erweiterung der Wärmeerzeugungskapazitäten sowie in den Netzausbau von Villach, um die steigende Nachfrage der Kunden auch in Zukunft decken zu können.

von Anja Mandler
Anja Mandler Online-Redakteurin Leitung Steiermark
2 Minuten Lesezeit(368 Wörter)

Am heutigen Mittwoch erfolgte der Spatenstich beim Biomasse-Heizwerk St. Agathen. Beim Biomasse-Heizwerk St. Agathen wird ein dritter Biomassekessel mit einer Leistung von zwölf Megawatt (MW) installiert. Damit steigt die Erzeugungsleistung an diesem Standort auf insgesamt 28 MW. Gleichzeitig erweitert die Kelag das Fernwärmenetz bis 2025 auf 150 Kilometer, um noch mehr Bürgern sowie Unternehmen den Zugang zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung zu ermöglichen.

Unabhängiger von importierter, fossiler Energie

Die Fernwärmeversorgung in Villach sei nicht nur eines der größten Fernwärmesysteme in Österreich, sondern auch eines der ökologischsten, so Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag: “Mit der aktuellen Investition bleibt das Fernwärmesystem in Villach trotz seines erwarteten Wachstums weiter nachhaltig, grün und weitgehend unabhängig von fossiler Energie.” Der Ausbau der Fernwärmeversorgung in der Stadt Villach sei aktuell eines der größten Investitionsprojekte der Kelag und ihrer Tochtergesellschaften. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahrzehnten knapp 100 Millionen Euro in die Fernwärmeversorgung von Villach investiert. Danny Güthlein, Vorstand der Kelag: “Wir investieren zusätzliche 32 Millionen Euro in den Ausbau unseres Systems und damit in die Unabhängigkeit durch grüne Energie. Wenn wir in Villach zukünftig zusätzlich 50 Millionen Kilowattstunde Fernwärme aus Biomasse erzeugen, dann ersetzen wir 50 Millionen Kilowattstunden Erdgas, das wir importieren müssten.”

Millionen-Investition: Kelag baut Fern­wärme in Villach weiter aus
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Stark steigende Nachfrage

Die Nachfrage nach Fernwärme ist in Villach stark gestiegen, von 100 Millionen Kilowattstunden im Jahr 2010 auf derzeit rund 250 Millionen Kilowattstunden. Der dritte Biomassekessel ermöglicht in Villach einen jährlichen Absatz von insgesamt 300 Millionen Kilowattstunden Fernwärme. Adolf Melcher, Geschäftsführer der Kelag Energie & Wärme: “Heute setzen wir die Spaten an, um unsere Infrastruktur weiter auszubauen und um die Zukunft zu gestalten. Neben dem Bau des dritten Biomassekessels hier in St. Agathen erweitern wir unser Fernwärmenetz in Villach um etwa sieben Kilometer pro Jahr, um neue Kunden an das Netz anschließen zu können. Die mit dieser Investition verbundene Kapazitätserweiterung bedeutet zusätzlich 50 Millionen Kilowattstunden Fernwärme aus Biomasse, das entspricht dem Wärmebedarf von rund 10.000 Wohnungen.” Fernwärme beziehen in Villach aber nicht nur Wohnanlagen und private Häuser, sondern auch zahlreiche Industrie- und Gewerbebetriebe.

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