Skip to content
/ ©pixabay.com/moerschy

So viele Schulden hat Österreich im Moment

Die Statistik Austria hat neue Zahlen zur Staatsverschuldung und zum öffentlichen Defizit in Österreich im ersten Halbjahr 2023 veröffentlicht.

von Julia Waldhauser
2 Minuten Lesezeit(269 Wörter)

Ende Juni 2023 betrug die Staatsverschuldung 366 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 15,3 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresende. Die Schuldenquote stieg im gleichen Zeitraum von 78,4 % auf 78,6 %, und das öffentliche Defizit erhöhte sich auf 4,1 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dieser Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter steigende Staatsausgaben und weniger dynamische Staatseinnahmen.

Defizit im 1. Halbjahr 2023

Im 1. Halbjahr 2023 betrug das Finanzierungsdefizit des Staates 9,6 Mrd. Euro. Vor allem der Bundessektor trug dazu bei, mit einem Defizit von 8,1 Mrd. Euro. Der Gemeindessektor steuerte ebenfalls 2,0 Mrd. Euro zum negativen gesamtstaatlichen Finanzierungssaldo bei. Das öffentliche Defizit in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erreichte 4,1 %, ein Anstieg um 3,3 Mrd. Euro im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022.

Staatseinnahmen und Staatsausgaben

Die Staatseinnahmen stiegen um 5,5 % bzw. 5,9 Mrd. Euro, während die Staatsausgaben um 8,2 % bzw. 9,3 Mrd. Euro zunahmen. Die Staatseinnahmen setzten sich zu 86,4 % aus Steuern und Sozialbeiträgen zusammen, was insgesamt 97,2 Mrd. Euro ausmachte. Die Steuereinnahmen stiegen um 4,1 %, insbesondere aufgrund der Gütersteuern, während die Einkommensteuern aufgrund der Abschaffung der kalten Progression auf dem Niveau des Vorjahres blieben. Die Sozialbeiträge stiegen um 7,6 %. Die Vermögenseinkommen, insbesondere Dividendenausschüttungen an den Staat, erhöhten die Staatseinnahmen ebenfalls.

Ursachen und Auswirkungen auf den Schuldenstand

Der Anstieg der Staatsausgaben resultierte hauptsächlich aus höheren monetären Sozialleistungen und gestiegenen Arbeitnehmerentgelten staatlicher Bediensteter. Subventionen, vorwiegend für die Strompreisbremse und den Energiekostenzuschuss für Unternehmen, trugen ebenfalls zum Anstieg bei.

Der öffentliche Schuldenstand erreichte Ende Juni 2023 366,0 Mrd. Euro, ein Anstieg um 15,3 Mrd. Euro gegenüber Ende 2022. Der größte Anteil des Anstiegs entfiel auf den Bundessektor, gefolgt von anderen Teilsektoren, hauptsächlich dem Sozialversicherungssektor.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 02.10.2023 um 16:28 Uhr aktualisiert

Deine Meinung

Der Artikel ist lesenswert

Vielen Dank für deine Bewertung!
Es wurde Mal abgestimmt

Der Artikel ist informativ.

Vielen Dank für deine Bewertung!
Es wurde Mal abgestimmt

Der Artikel ist ausgewogen.

Vielen Dank für deine Bewertung!
Es wurde Mal abgestimmt
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.

Mehr Interessantes