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Account-Sharing-Verbot? Jeder Zweite würde selbst ein Abo abschließen

27 Prozent der Deutschen nutzen Streaming-Abos von Personen aus anderen Haushalten. Sollten die Anbieter das Nutzen fremder Accounts unterbinden, würde fast die Hälfte der Betroffenen überlegen, selbst ein Abo abzuschließen.

von Elisa Auer
2 Minuten Lesezeit(324 Wörter)

Doch nicht alle reagieren gelassen: Über ein Drittel würde bei einem Account-Sharing-Verbot den Anbieter boykottieren, und jeder Fünfte erwägt sogar, die Inhalte illegal zu streamen. Ein möglicher Kompromiss könnten rabattierte Unter-Accounts sein, was von einer großen Mehrheit der aktuellen Account-Mitnutzer unterstützt wird.

Abo-Abschlüsse statt Kundenverluste

Die Studie legt nahe, dass Account-Sharing-Verbote für die Streaming-Branche eher eine Chance als eine Gefahr darstellen. Fast die Hälfte der aktuellen Account-Mitnutzer (45 Prozent) würde in diesem Fall selbst ein Abo erwerben. Dieser Befund widerspricht der Annahme, dass Account-Sharing-Verbote potenzielle Kunden abschrecken könnten.

Umgang mit einem Sharing-Verbot

Mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) würde den Streaming-Anbieter boykottieren, wenn Account-Sharing-Restriktionen eingeführt würden, und ein Fünftel (20 Prozent) würde sogar versuchen, die Inhalte illegal zu streamen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Streaming-Anbieter trotz potenzieller Restriktionen nicht unbedingt mit erheblichen Kundenverlusten rechnen müssen.

Rabatte für Unter-Accounts als Kompromiss

Eine Lösung, die sowohl Anbieter als auch Nutzer zufriedenstellen könnte, sind rabattierte Unter-Accounts. Die Studie zeigt, dass 86 Prozent der potenziellen Neukunden unter den aktuellen Account-Mitnutzern bereit wären, mindestens 5 Euro für solche Unter-Accounts zu zahlen.

Werbe-finanzierte Abos

Die Studie hebt auch die Bedeutung von werbefinanzierten Abos hervor. Obwohl nur 6 Prozent der deutschen Netflix-Abonnenten ein werbefinanziertes Abo nutzen, zeigt sich, dass etwa 60 Prozent der Nutzer dieser Version Neukunden sind. Dies deutet darauf hin, dass günstigere Streaming-Optionen mit Werbung sowohl für die Anbieter als auch für die Kunden attraktiv sein können.

Kannibalisierungseffekt bei Disney+

Die Studie weist jedoch darauf hin, dass nicht alle Streaming-Anbieter erfolgreich auf werbefinanzierte Abos umsteigen können. Globale Daten zu Disney+ zeigen, dass nur etwa 48 Prozent der Nutzer von Werbe-Abos Neukunden sind. Dies könnte auf einen Kannibalisierungseffekt hinweisen, bei dem werbefinanzierte Abos reguläre Abos verdrängen und langfristig zu Einnahmeverlusten führen könnten.

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