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Symbolfoto
Das Foto auf 5min.at zeigt einen Wolf im Wald.

Immer mehr Wölfe in Kärnten: Trotzdem gingen Nutztierrisse stark zurück

Zum illegalen Abschuss eines Luchses in Kärnten gibt es wenigstens eine gute Meldung für die Landwirte: Obwohl die Wölfe in Kärnten mehr wurden, gingen die Risse von Nutztieren zurück.

von Manfred Wrussnig
2 Minuten Lesezeit(352 Wörter)

Der WWF wie auch Martin Balluch vom Verein gegen Tierfabriken sehen das als Folge von vermehrter Rudelbildung. „Dadurch kommt es zu weniger durchziehenden Wölfen und weniger Rissen“, weiß Martin Balluch.

Nutztierrisse stark zurück gegangen

Am Ende der Almsaison ist jetzt klar, dass die Nutztierrisse stark zurück gegangen, sogar unter die Anzahl von vor zwei Jahren gesunken sind. Dabei gibt es gleichzeitig mehr Wölfe denn je in Österreich. Vor allem sind momentan 7 Rudel in Österreich etabliert – drei davon in Kärnten. Das hat es seit gut 200 Jahren nicht mehr gegeben. VGT-Obmann Martin Balluch kommentiert: „Die Fakten sind: es gab zwar vereinzelt Abschüsse von Wölfen, aber dennoch hat die Anzahl vor allem der Rudel zugenommen. Wölfe in Rudeln kennen ihre Reviere, sie sind, im Gegensatz zu durchziehenden Tieren, nicht von leicht erreichbaren Nutztieren abhängig. Daher ist klar, dass die Rudelbildung die Anzahl der Nutztierrisse senkt, und genau das erleben wir gerade. Die Behauptung, dass das mit den Abschüssen zusammenhängt, halte ich für falsch“.

Warum ist das so?

Der Grund:  „Es sind nicht einmal zehn Prozent der Wölfe geschossen worden, die Anzahl hat stark zugenommen. Die neu eingewanderten Wölfe wissen nichts von den Abschüssen. Unterm Strich ist daher klar, dass der Rückgang an Nutztierrissen mit der Rudelbildung zusammenhängt. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass mittlerweile über 70 Almen in Österreich einen konsequenten Herdenschutz betreiben. Die drei erfolgreichen Pilotprojekte in Tirol beweisen, dass Herdenschutz mit Behirtung, Herdenschutzhunden und Nachtpferch auf allen Almen möglich ist. Wir fordern daher: Herdenschutz statt Abschüssen, und ein Tolerieren der Rudelbildung. Das ist der beste Weg zur Koexistenz von Mensch und Wolf“, so Balluch.

Seitens des WWF freut es Christian Pichler, dass die Jägerschaft jetzt sehr scharf den Abschuss eines Luches in Kärnten verurteilt hat. „Leider kam vom politischen Referenten, Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber (ÖVP) zu der Wilderei bis heuten noch kein Wort des Bedauerns über die Lippen“.  Balluch findet das bezeichnend für dessen Geisteshaltung. 

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 09.10.2023 um 15:57 Uhr aktualisiert

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