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Ein Bild auf 5min.at zeigt Diakonie-Rektor Hubert Stotter, Vorsitzende des Kärntner Landesverbandes Heidi Stockenbojer, Leiterin Maria Stückler, Landesrätin Beate Prettner und Diakonie-Vorständin Susanne Prentner-Vitek.
Am Foto: Diakonie-Rektor Hubert Stotter, Vorsitzende des Landesverbandes Heidi Stockenbojer, Leiterin Maria Stückler, Landesrätin Beate Prettner und Diakonie-Vorständin Susanne Prentner-Vitek. (v.l.)

Kärnten errichtet erstes stationäres Hospizzentrum

Nicht allein zu sein und Lebensqualität bis zuletzt zu ermöglichen, das soll das neue Diakonie-Hospiz-Treffen, als erste stationäre Hospizeinrichtung in Kärnten, bieten: Die Weichen dafür wurden nun gestellt.

von Tanja Janschitz
2 Minuten Lesezeit(431 Wörter)

„Wir wollen niemanden allein lassen, schon gar nicht am Ende des Lebens“, so Landesrätin Beate Prettner (SPÖ), die das neue Projekt am Mittwoch gemeinsam mit dem Rektor der Diakonie, Hubert Stotter, präsentierte. Ziel des stationären Hospizes in Treffen am Ossiacher See ist es, unheilbar erkrankte Menschen (ab 18 Jahren) sowie deren An- und Zugehörige multiprofessionell und liebevoll in ihrer letzten Lebenszeit zu begleiten und zu betreuen. Dabei steht ein Team bestehend aus Pflegefachkräften, Ärzten, Sozialbetreuern, Physio- und Psychotherapeuten, Seelsorgern, Hospizbegleitern und weiteren Fachkräften zur Seite.

Maria Stückler übernimmt die Leitung

Errichtet wird das „Diakonie Hospiz Treffen“ als eigenständige Einrichtung im bereits bestehenden Gebäude des Pflegeheimes Haus Elvine. „Wir können dank der Unterstützung des Landes einen eigenen Bereich für zehn Hospizgäste im bestehenden Gebäude schaffen und mit der stationären Hospizarbeit beginnen. Langfristig soll ein eigenes Gebäude für das Diakonie-Hospiz-Treffen entstehen“, informierte Rektor Stotter. „Ein großer Wunsch unserer über 140 ehrenamtlichen Hospizbelgleiter der Hospizbewegung Diakonie war immer ein stationäres Hospiz. Dieser Wunsch geht nun bald in Erfüllung und wir können unsere Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich Pflege und Hospizbegleitung somit in idealer Weise für die Menschen einbringen“, so Susanne Prentner-Vitek, Vorständin der Diakonie de La Tour. Die Leitung des Diakonie Hospiz Treffen übernimmt die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Maria Stückler, bisher Pflegedienstleitung im Altenwohn- und Pflegeheim Haus Elvine.

Eröffnung bereits 2024

Die Erweiterung des Hospizangebotes in Kärnten sei auch für den Kärntner Landesverband der Hospiz- und Palliativeinrichtungen ein wichtiger Schritt. Landesverbands-Vorsitzende Heidi Stockenbojer: „Für Menschen, die eine schwere, unheilbare Erkrankung haben und deren Lebenszeit begrenzt ist, ist ein Hospiz ein Ort, an dem man trotzdem noch ein Stück weit selbstbestimmt leben kann. Manche Betroffene können aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit zu Hause nicht betreut werden oder es gibt keine Familie und keine Angehörigen, die sich um sie kümmern. Unheilbar erkrankte und sterbende Personen sind nicht nur ältere oder alte Menschen und können deshalb aufgrund ihres Alters nicht in einem Pflegeheim gepflegt werden, dafür braucht es ein Hospiz, ein Stück weit Heimat in der letzten Lebenszeit, in der man umsorgt wird und nicht einsam ist.“ Die Eröffnung des Diakonie Hospiz Treffen ist für das erste Quartal 2024 geplant. „Das Land finanziert den jährlichen Betrieb in Höhe von knapp 900.000 Euro. In Summe wenden wir rund 3,6 Millionen Euro für die Hospiz- und Palliativbetreuung pro Jahr in Kärnten auf“, informierte Prettner abschließend.

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