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Petition: Wiederbelebung der Lavanttalbahn gefordert

Wirtschaft und Politik fordern gemeinsam die vollständige Reaktivierung der Lavanttalbahn in ihrer ehemaligen Streckenführung. Dazu wurde eine gemeinsame Petition präsentiert.

von Tanja Janschitz
2 Minuten Lesezeit(352 Wörter)

Derzeit verkehrt zwischen Bad St. Leonhard und Wolfsberg nur der Güterzug. Dies wollen Leitbetriebe aus der Region gemeinsam mit den neun Bürgermeistern des Bezirkes Wolfsberg sowie den angrenzenden steirischen Gemeinden Obdach und Weißkirchen und dem Regionalmanagement Lavanttal ändern. Im Rahmen einer regionalen Entwicklungskonferenz in Bad St. Leonhard wurde eine gemeinsame Petition präsentiert und weitere Schritte für eine erfolgreiche Umsetzung der Wiederbelebung der Lavanttalbahn erläutert und diskutiert.

„Wichtiger Zubringer zur Koralmbahn

Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn in Kärnten Ende dieses Jahres gewinne auch die Lavanttalbahn an Attraktivität und werde zu einer wichtigen Zubringerstrecke zur Koralmbahn, so die Argumentation. Die Lavanttaler Gemeinden haben deshalb eine gemeinsame Absichtserklärung zur Reaktivierung der Lavanttalbahn unterzeichnet. Bundespolitisch unterstützt wird die Petition „Wiederbelebung der Lavanttal-Bahn“ von den ÖVP-Nationalratsabgeordneten Johann Weber und Peter Weidinger. Gemeinsam mit den Leitbetrieben der Region sowie den betroffenen Gemeinden wird den zuständigen Regierungsmitgliedern am 23. November in Wien die Petition präsentiert. Befürwortet wird das Vorhaben auch auf EU-Ebene von Christian Gsodam, Kabinettschef im Europäischen Ausschuss der Regionen in Brüssel.

Petition: Wiederbelebung der Lavanttalbahn gefordert
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Wirtschaft steht hinter der Forderung

Eine Investition in die Lavanttalbahn sei nicht nur eine verkehrspolitische Entscheidung, sondern auch als zentraler Beitrag zur Dekarbonisierung und zum Klimaschutz zu sehen. „Wir transportieren derzeit täglich rund 600 Tonnen mit dem LKW über den Straßenweg. Ein Transport via Schiene ist unter den jetzigen Umständen nicht wirtschaftlich, wird aber aufgrund des ‚Ökologischen Fußabdrucks‘ (CO₂ Bilanz) angestrebt“, so Werner Kollenc, KLH Massivholz Wiesenau GmbH in Bad St. Leonhard. Um das vorliegende Potenzial in optimaler Form zu nutzen und gleichzeitig auch die Menschen „mitzunehmen“, müsse das Angebot im öffentlichen Personenverkehr im gesamten Einzugsbereich der Koralmbahn erlebbar attraktiver werden. Die Lavanttalbahn ist jenes Verkehrsmittel, welches diesen Anforderungen am besten gerecht werde. „Der noch vorhandene Güterzug ermöglicht uns den täglichen Transport von rund dreiviertel der Waren auf der Schiene. Was jetzt noch fehlt, ist die Reaktivierung des Personenzuges für die Arbeitnehmer“, unterstrich Philipp Neuhold, SCM Mondi Frantschach in St. Gertraud die Wichtigkeit des Schulterschlusses zwischen Politik und Wirtschaft.

Über die Lavanttalbahn

Die nördliche Lavanttalbahn zwischen Zeltweg und Wolfsberg ist 50 Kilometer lang, eingleisig, nicht elektrifiziert und es wird nur noch Güterverkehr abgewickelt. Der Personenverkehr wurde in mehreren Schritten bis 2017 in diesem Abschnitt vollständig eingestellt. Es sind zahlreiche Anschlussbahnen, Ladegleise und Ladestellen für den Güterverkehr vorhanden. Der Streckenteil von Lavamünd bis Unterdrauburg ist mittlerweile abgetragen, aber noch gut begehbar.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 20.10.2023 um 12:31 Uhr aktualisiert

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