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/ ©Aniekan umoren / pexels

So schützen wir unsere Kinder im Straßenverkehr

Wenn es um tödliche Kinderunfälle im Straßenverkehr geht, kann nur eine Zahl das Ziel sein: Null. Leider kamen in der Steiermark aber sechs Kinder bei Verkehrsunfällen ums Leben, fast 3.000 wurden verletzt.

von Elisa Kolditz
2 Minuten Lesezeit(442 Wörter)

Das Ziel „kein tödlicher Kinderunfall im Straßenverkehr“ haben in den vergangenen zehn Jahren Graz sowie die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Deutschlandsberg, Leoben, Murau, Murtal und Südoststeiermark  erreicht, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. In den Bezirken Graz-Umgebung, Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz und Weiz gab es in den vergangenen zehn Jahren jeweils einen tödlichen Verkehrsunfall eines Kindes, im Bezirk Liezen waren zwei Todesopfer zu beklagen. Insgesamt verloren allein in den vergangenen zehn Jahren in der Steiermark sechs Kinder im Straßenverkehr ihr Leben, fast 3.000 wurden verletzt. Heuer gab es einen tödlichen Kinderunfall im Straßenverkehr, nämlich im Bezirk Leibnitz. 

Straße vor der Schule wird in eine autofreie Fußgängerzone umgewandelt

Insbesondere im Ortsgebiet, wo Kinder zur Schule gehen oder in der Freizeit unterwegs sind, ist es wichtig, Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem zu setzen. Verkehrsberuhigung, ein lückenloses Netz an ausreichend breiten Gehwegen und eine gute Rad-Infrastruktur sind für die sichere Mobilität von Kindern sehr wichtig, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Auch Schulstraßen erhöhen die Sicherheit der Kinder. Bei Schulstraßen wird eine halbe Stunde vor Schulbeginn die Straße vor der Schule in eine autofreie Fußgängerzone umgewandelt.

Tempo soll auf 30 km/h reduziert werden

Gefahren sind zu hohes Tempo und zu viel Kfz-Verkehr, unübersichtliche Kreuzungen und Straßenübergänge oder fehlende Geh- und Radwege. „Wird ein Kind von einem Pkw mit 50 km/h angefahren, dann entspricht das einem Sturz aus 10 Meter Höhe. Deshalb ist es so wichtig, dass es im Ortsgebiet mehr Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 gibt“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Lina Mosshammer. Österreichweit mehr als 280 Gemeinden und Städte – darunter 36 aus der Steiermark, wie Bad Aussee, Frohnleiten, Graz,  Leoben, Liezen und Weiz – fordern von Österreichs Bundesregierung eine Reform der Straßenverkehrsordnung, damit es Gemeinden und Städten erleichtert wird, Tempo 30 umzusetzen, etwa auf Durchzugsstraßen vor Kindergärten, Schulen oder Seniorenheimen.

Öffentliche Verkehrsmittel würden Unfallgefahren verringern

Einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit von Kindern leisten auch öffentliche Verkehrsmittel, betont der VCÖ. Der Ausbau und die Verbesserung des Angebots ermöglichen zum einen den Kindern sicherer mobil zu sein, zum anderen können dann auch mehr Erwachsene auf Bahn oder Bus umsteigen, wodurch die Unfallgefahren durch den Autoverkehr zurückgehen.

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