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/ ©Büro LR Schuschnig / Habich
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen sind Villachs Bürgermeister Günther Albel und Landesrat Sebastian Schuschnig vor einem Bildschirm in einem Raum.
Am Foto: Villachs Bürgermeister Günther Albel, Energielandesrat Sebastian Schuschnig und Herwig Draxler, Energiebeauftragter der Wirtschaftskammer Kärnten (von links).

„Enormes Potential“: So sollen Kärntens Parkplätze „Strom erzeugen“

Kärnten hat im Österreichvergleich aufgrund seiner Lage ein enormes Potential bei der Sonnenenergie. Dieses soll künftig beim beschleunigten Ausbau der regional unabhängigen Energieversorgung stärker genutzt werden.

von Phillip Plattner
Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(400 Wörter)

„Wir werden das Tempo beim Ausbau beschleunigen und verstärkt versiegelte Flächen nutzen, um Sonnenstrom zu produzieren. Besonders Parkplätze sollen künftig verstärkt zur Stromproduktion genutzt werden, denn beim Bodenverbrauch wollen wir sorgsam sein“, so Energielandesrat Sebastian Schuschnig im Anschluss an einen Runden Tisch in Klagenfurt, bei dem gemeinsam mit Vertretern der Kärntner Wirtschaft, der Industrie, dem Städte- und Gemeindebund, aber auch mit großen Unternehmen der öffentlichen Hand, sowie Netzbetreibern Einsatzmöglichkeiten und erste Projekte besprochen wurden.

Förderung liegt im österreichweiten Spitzenfeld

Durch einen neuen „Fördercall“ werden noch heuer entsprechende Vorbildprojekte landesweit angestoßen. Insgesamt 1,5 Millionen Euro stellt das Energiereferat bereit, „um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von PV-Parkplatzüberdachungen aufzuzeigen“, wie Schuschnig erläutert. Die Förderung ist mit bis zu 1.000 Euro je Kilowatt im österreichweiten Spitzenfeld. Maximal 100.000 Euro können für ein Projekt abgerufen werden. Zudem werden auch Projektkonzeptionen und -planungen mit bis zu 10.000 Euro gefördert. Gefördert werden vorrangig öffentlich zugängliche Parkflächen mit mindestens zehn Stellparkplätzen. Einreichungen sind bis einschließlich 31. Dezember 2023 möglich.

Mehrfacher Nutzen durch Überdachung

„Die Überdachung von Parkplätzen durch Photovoltaikanlagen hat dabei einen mehrfachen Nutzen“, führt Schuschnig aus: „Versiegelte Flächen werden so zur Produktion von Sonnenstrom genutzt, eine Überdachung bringt durch den Schutz vor Niederschlag oder Überhitzung des Fahrzeuges einen Komfortgewinn.“ Zudem sei das Auto vor Hagel geschützt. Auch Villachs Bürgermeister Günther Albel sieht die Vorteile und betont, dass damit ein „Turbo“ geschaffen werde. „In Villach ist ein Pilotprojekt geplant, wo 190 Stellplätze auf dem Drauboden mit PV-Anlagen überdacht im Jahr 420.000 Kilowattstunden erzeugen – also den durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 120 Haushalten“, erklärt Albel.

Über fünf Millionen Euro an Bauvolumen

Auch die Wirtschaftskammer Kärnten begrüßt die Initiative als „richtiges, wichtiges und rasches Zeichen“ für mehr Tempo in der Kärntner Energiepolitik und betont zudem die positiven Effekte für das Image des Standorts und für die Konjunktur: „Es ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Beschleunigung der Energiewende in Kärnten. Die Wirtschaft profitiert gerade jetzt davon, denn für das Gewerbe, die Bauwirtschaft, die Elektrotechniker und viele mehr ist das ein wichtiger Konjunkturschub“, betont Herwig Draxler, Energiebeauftragter der Wirtschaftskammer Kärnten. Insgesamt rechnet man mit über fünf Millionen Euro an Bauvolumen, das damit ausgelöst werde.

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