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Nach „Routineeingriff“: Grazerin kann linkes Auge nicht mehr bewegen

Eine Grazerin wollte sich ihr linkes Augenlid operieren lassen. Dabei handelt es sich um einen unproblematischen Routineeingriff. Auf die Operation folgte der Schock: Die 41-Jährige konnte ihr Auge nicht mehr bewegen.

von Elisa Auer
Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(306 Wörter)

Nach einer missglückten Operation am linken Auge klagt eine 41-jährige Grazerin nun das Allgemeine Krankenhaus Wien (AKH). Es soll sich dabei ursprünglich um einen simplen Routineeingriff gehandelt haben, bei dem das Fettgewebe hinter dem Auge abgesaugt werden hätte sollen. Danach aber konnte die Grazerin ihr Auge nicht mehr bewegen und hatte mit den psychischen und physischen Auswirkungen, die dieser Eingriff bei ihr hinterlassen hat, zu kämpfen.

Ob sie ein Glasauge habe, sei sie gefragt worden

Bereits mehrmals sei die Betroffene auf ihr Auge angesprochen worden, weshalb sie sich nur noch mit Sonnenbrille außer Haus begibt, wie sie gegenüber dem „ORF“ berichtet. Laut dem zuständigen Arzt hätte die Grazerin ihr Auge mehr bewegen müssen und ihr daraufhin weitere Operationen angeboten haben. Der Zustand habe sich jedoch mit jedem Eingriff zusätzlich verschlechtert, betont die Betroffene.

Betroffene schaltete Rechtsanwalt ein

Die Grazerin begab sich auf eigene Faust nach Spanien, um sich dort erneut operieren zu lassen – mit dem Ergebnis „schmerzfrei“. Daraufhin soll sie sich an einen Anwalt gewandt haben. Der Arzt des Wiener Krankenhauses soll nämlich das gesunde rechte Auge mit operiert haben, ohne dies zuvor mit der Patientin abzusprechen. Der Rechtsanwalt Michael Stummvoll bewertet den Fall gegenüber dem „ORF“ als „Systemversagen“. Laut ihm hätten nachkontrollierende Ärzte den Fehler wahrnehmen müssen. Auf das Angebot einer außergerichtlichen Einigung soll das AKH nicht reagiert haben.

Weitere Fälle bekannt

Die Patientin soll jedoch über die Risiken der Operation informiert worden sei. Derzeit warte man noch auf die Ergebnisse der Befunde aus Spanien – ein Gutachten sei noch ausständig. Es gilt bis auf Weiteres die Unschuldsvermutung. Jedoch soll es sich laut dem Rechtsanwalt nicht um eine Einzelfall handeln – weitere Betroffene sollen ihn kontaktiert haben.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 25.10.2023 um 08:13 Uhr aktualisiert

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