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/ ©Pexels / Uriel Mont
Symbolfoto
Ein Bild auf 5min.at zeigt einen Campingstuhl sowie ein kleines Tischchen mit Kaffeekanne, welches vor der Kulisse eines Sees aufgestellt wurde.

Wirbel rund um Campingplatz am Maltschacher See

Die Aufregung um das Urlaubsresort am Maltschacher See im Bezirk Feldkirchen im Eigentum der Kärntner Beteiligungsverwaltung ist aktuell sehr groß.

von Manfred Wrussnig
2 Minuten Lesezeit(439 Wörter)

Der Pachtvertrag mit der Sonnenhotels-Gruppe wurde nicht verlängert und so glaubt man, das gesamte Resort bleibt die nächsten Jahre geschlossen. Derzeit wird sogar bei Gericht um den Pachtzins gestritten. Auch die Dauercamper müssen nun ihre Zelte abbrechen. Recherchen von 5 Minuten ergaben allerdings, dass die Hintergründe den Aufsichtsgremien und dem Vorstand der K-BV wohl gar keine andere Möglichkeit ließen, als den Pachtvertrag auslaufen zu lassen, wenngleich leider auch sehr kurzfristig.

Aber der Reihe nach …

Die Sonnenhotels sind seit 2012 Pächter des Urlaubsresorts und hätten dieses auch 2024 betreiben sollen. Allerdings stellten die Sonnenhotels Bedingungen, die für die K-BV unannehmbar waren. Und hier wird es interessant. Seit 2020 schulden die Sonnenhotels der K-BV Pachtzinszahlungen in Höhe von rund 500.000 Euro. Diesbezüglich sind Gerichtsverfahren anhängig. Eine angebotene Vergleichszahlung in Höhe von 270.000 Euro wurde vom Aufsichtsrat der K-BV als zu niedrig abgelehnt. Voraussetzung für den Betrieb des Maltschacher See durch Sonnenhotels war aber die Einstellung aller Gerichtsverfahren. Aus Sicht der K-BV war dies inakzeptabel, da gerade im Jahr 2020 Rekordergebnisse erwirtschaftet werden konnten – nicht zuletzt dank üppiger COVID-Förderungen, also durch österreichisches Steuergeld.

Brisantes Detail

Brisant ist in diesem Zusammenhang, dass die Sonnenhotels GmbH 2020 nicht nur eine wirtschaftlich sehr gute Sommersaison hatte, sondern auch COVID-Förderungen vom österreichischen Steuerzahler erhielt. Aber anstatt damit den vertraglich festgelegten Pachtzins an die K-BV zu zahlen, entschloss man sich, knapp zwei Millionen Euro an die deutsche Muttergesellschaft zu überweisen. Das bedeutet, der österreichische Steuerzahler wurde gleich zweimal zur Kasse gebeten. Im Lichte dieser Informationen ist den Gremien der K-BV eher Mut und Entscheidungskompetenz zuzuschreiben und zu danken, dass auf das Vermögen der Kärntner mit Nachdruck achtgegeben wird. Aus dem Umkreis des Landes hört man, dass dennoch eine Öffnung des Resorts bis zur langfristigen Vergabe angestrebt wird und zumindest in 2024 der idyllische Maltschacher See für Tourismus und Einheimische belebt und bewirtschaftet wird. Man darf gespannt bleiben. 

Update: „Es wurde schon zu viel Schaden angerichtet“

SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser übt scharfe Kritik. „Nach der politisch von der ÖVP inszenierten Flughafenmisere, der peinlichen Niederlage im Gerichtsprozess um KBV-Mitarbeiter Zechner, der inakzeptablen Kommunikation und Vorgehensweise mit den Dauercampern am Hafnersee richtet der ehemalige ÖVP-Vize-Klubdirektor und jetzige ÖVP-Vorstand Payer, am Maltschacher See das nächste Debakel an“, zeigt sich Seiser erzürnt. Er appelliert an die politisch zuständigen Verantwortungsträger der ÖVP. „Es wurde schon zu viel Schaden angerichtet. Damit muss im Interesse Kärntens Schluss sein. Der Maltschacher See als Juwel in Mittelkärnten darf nicht auch noch zum Opfer werden“, so Seiser abschließend.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 26.10.2023 um 22:56 Uhr aktualisiert

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