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/ ©Montage: Pexels / Tiana & 5 Minuten

Pferdekutschen am Villacher Advent sorgen für Wirbel

Es ist fix: Heuer gibt es den beliebten Bummelzug zur Weihnachtszeit nicht. Die Pferdekutschen sorgen neuerdings für Diskussionen.

von Tanja Janschitz
Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(498 Wörter)

In Wien ist längst eine Diskussion darüber entbrannt, ob Pferdekutschen noch zeitgemäß sind. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) fordert schon lange ein bundesweites Fiakerverbot. Nichtsdestotrotz setzt man in Villach auf dieses Konzept und bleibt den romantischen Kutschenfahrten in der – dann hoffentlich verschneiten – Innenstadt treu. „Bedingt durch den Umbau der Stadtbrücke und die damit einhergehende Einbahnregelung ist der Einsatz des Bummelzuges heuer sowieso nicht möglich“, teilt ein Sprecher des Villacher Stadtmarketings auf Nachfrage von 5 Minuten mit. Ab dem 18. November werden aber Pferde ihre Runden über den beliebten Villacher Christkindlmarkt ziehen.

Jedes Wochenende ab dem 1. Advent

Der Einstieg befindet sich am 8.-Mai-Platz, von dort werden die Gäste des Villacher Advents über die Postgasse, den Hans-Gasser-Platz, die Draulände sowie die Gerber- und Freihausgasse kutschiert. Stattfinden sollen die Kutschenfahrten jeweils samstags und sonntags, zwischen 13 und 18 Uhr. Die Kosten belaufen sich pro Fahrt auf 10 Euro für Erwachsene und acht Euro für Kinder. Doch nicht bei allen stößt das Angebot auf Vorfreude.

Aktion stößt auf heftige Kritik

„Ich finde das schrecklich“, betont 5 Minuten Leserin Iris*. Für sie ist klar: „Wenn das umgesetzt wird, dann gehen meine Tochter und ich heuer nicht auf den Villacher Christkindlmarkt.“ Die Tierfreundin ortet darin einen deutlichen Rückschritt im Tierschutz „und das nur zur Bespaßung einiger Adventsgäste! Die Pferde hätten den ganzen Tag mit hupenden Autofahrern, dem Salz auf der Straße und Minustemperaturen zu kämpfen“, gibt sie zu bedenken.

„Achten auf optimale Versorgung“

„Es wird größter Wert auf die artgerechte Haltung der Pferde geachtet“, kontert man seitens des Stadtmarketings, dazu zähle die optimale Versorgung sowie regelmäßige Kontrollen durch den Amts-Tierarzt. Auch würden die Pferde maximal fünf Stunden pro Tag am Markt bleiben. „Speziell für Kinder ist eine Kutschenfahrt durch das weihnachtliche Villach ein besonderes Erlebnis“, betont man. Dies wolle man ihnen nicht vorenthalten.

Nießner in Sorge um Unfälle

„Bei Kutschfahrten in Städten kommt es in regelmäßigen Abständen zu Unfällen. Auf dem stark abfallenden Villacher Hauptplatz besteht bei Witterung erhöhte Unfallgefahr“, sieht Katrin Nießner, Klubobfrau der freiheitlichen Gemeinderäte, Tier und Mensch in Gefahr, wenn im heurigen Advent Pferdekutschen wieder durch die Draustadt unterwegs sind. Für Nießner ist klar, das Wohl der Kutschenpferde muss im Vordergrund stehen: „Salz, Kälte, Lärm und Gefahren im Straßenverkehr setzen die Pferde unter Stress. Es ist sicherzustellen, dass Tierschutzvorgaben eingehalten werden.“

Wie seht ihr das?

Mit dem 1. Advent werden Pferdekutschen ihre Bahnen durch Villach ziehen. Doch nicht alle sind von dem neuen Angebot begeistert. Wie seht ihr das? Freut ihr euch auf eure erste Kutschenfahrt über den Christkindlmarkt oder seid ihr auch dagegen, dass die Pferde dort der Kälte und dem Straßenverkehr ausgesetzt sind? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren auf Facebook oder Instagram mit. Wir sind gespannt!

*Name von der Redaktion geändert.

Hinweis: Der Artikel wurde am 28. Oktober um 8.55 Uhr um das Statement von FPÖ-Gemeinderätin Katrin Nießner erweitert.

Hinweis 2: Korrektur am Montag 30. Oktober 2023, 9 Uhr: In einer ersten Version des Artikels war die Rede, dass der Bummelzug durch Pferdekutschen ersetzt wird. Das wurde von anderen Medien zuvor so berichtet. Der Bummelzug fährt heuer tatsächlich nicht, allerdings gab es die Pferdekutschen Fahrten auch davor schon. Wir haben den Artikel dahingehend aktualisiert.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 30.10.2023 um 13:13 Uhr aktualisiert

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