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Die Polizei setzte auf sichtbare Präsenz in der Innenstadt

Nach Halloween-Randale 2022: Auch heuer gab es einen gröberen Vorfall

Die große Halloween-Randale wie im Vorjahr ist in Linz heuer ausgeblieben. Allerdings wurde ein Auto mit Benzin übergossen und angezündet.

von APA
2 Minuten Lesezeit(396 Wörter)

Hinzu kamen mehrere Zwischenfälle mit Pyrotechnik, einige kurzzeitige Festnahmen und Anzeigen. Mit dem Vorjahr sei die Lage aber „nicht vergleichbar gewesen“, sagte Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter zur APA. Die Vorfälle konzentrierten sich auf den Linzer Süden, auf der Landstraße im Zentrum blieb es ruhig.

Ort des Geschehens vom Vorjahr diesmal verschont

Nach den Ausschreitungen in der Halloween-Nacht 2022 in der Linzer Innenstadt hatte die Polizei in den drei Statutarstädten Linz, Wels und Steyr das Personal verstärkt. Drohnen, Kameras und Körperkameras würden zur umfassenden Beweissicherung eingesetzt, hieß es im Vorfeld. Die Präsenz war etwa auf der Landstraße, wo die Randale im Vorjahr stattgefunden hatten, deutlich zu sehen – und offenbar wirksam. Denn hier habe es „nicht einmal Böller“ gegeben, schilderte Pogutter.

Böller im Süden von Linz

Mehr zu tun hatte die Exekutive im Linzer Süden, wo Jugendliche in Parks Böller zündeten. Es habe einige kurzzeitige Festnahmen wegen Ordnungsstörung gegeben, Personendurchsuchungen und zahlreiche Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz sowie einige Verkehrsanzeigen, so die Polizei. Zudem stellten die Beamten Böller mit einem Netto-Sprengstoffgehalt von 600 Gramm sicher, berichtete Pogutter. In der Leonfeldnerstraße im Norden der Stadt wurde ein Mistkübel durch Böller gesprengt. Attacken auf Polizisten oder Passanten blieben aus.

Auto angezündet

Einen gravierenden Zwischenfall gab es allerdings in der Zeppelinstraße im Stadtteil Kleinmünchen-Auwiesen: Dort ging ein Auto in Flammen auf. Zuerst war vermutet worden, dass ein Böller die Ursache gewesen sein könnte. Ein Sachverständiger der Brandverhütungsstelle für Oberösterreich, der das Wrack Mittwochvormittag begutachtete, stellte allerdings fest, dass bei dem Wagen vor Brandausbruch ein Fenster eingeschlagen worden war. Dann dürfte Benzin auf den Beifahrersitz gegossen und angezündet worden sein. Vom Täter fehlt jede Spur.

Ein Rückblick ins Vorjahr

Vergangenes Jahr hatte ein Jugendlicher ein Video gepostet, das die flashmobartigen Ausschreitungen befeuerte. Darin wurden Parallelen zum Spielfilm „Athena“, der Straßenschlachten und Polizeigewalt in der französischen Vorstadt zum Inhalt hat, gezogen. Tatsächlich kam es in der Linzer Innenstadt zu Krawallen von Jugendlichen – überwiegend mit Migrationshintergrund. Beamte wurden mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. In weiterer Folge setzte es 25 strafrechtliche Verurteilungen. Die Rädelsführer erhielten teilbedingte oder bedingte Haftstrafen. Außerdem gab es laut Polizei 200 „empfindliche“ Verwaltungsstrafen. (APA, 1. 11. 23)

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 01.11.2023 um 15:28 Uhr aktualisiert

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