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/ ©Naturschutzbund/ Maria Zacherl

Ekel-Fund in Häusern: Südrussische Tarantel vermehrt gesichtet

Vor allem Personen mit einer Spinnenphobie kommt bei dieser Neuigkeiten das Grauen: Derzeit kommt es in Österreich zu immer Sichtungen der Südrussischen Tarantel und das teilweise sogar in den Häusern so mancher Bürger.

von Sabrina Tischler
2 Minuten Lesezeit(329 Wörter)

Schock-Fund für so manch einen Österreicher! Aktuell mehren sich auf der Meldeplattform „Naturbeobachtungen“ Sichtungen der Südrussischen Tarantel. Die Spinne hatte sich in letzter Zeit mehrmals in Gärten, Garagen und sogar in Häuser einiger Österreicher verirrt. Wie sieht es nun mit der „Gefahr“ aus, die von der Spinne ausgehen könnte? Bekanntlich sind Tarantel-Arten ja giftig. Der Naturschutzbund kann aber beruhigen: Die Spinne ist zwar giftig, aber für den Menschen völlig ungefährlich.

„Bitte rettet die Tarantel in einem Glas“

So ekelhaft die Begegnung mit der bis zu vier Zentimeter großen Südrussischen Tarantel auch sein mag, bittet der Naturschutzbund Sichtungen unbedingt zu melden und die Spinne in Sicherheit zu bringen: „Sollten Sie ein Tier im Haus finden, retten Sie dieses bitte, am besten in einem Glas oder ähnlichem Behältnis, und bringen Sie es ins Freie zurück.“ Die Spinnenart ist nämlich vom Aussterben bedroht und man möchte mehr über die Verbreitungen dieses seltenen Tieres erfahren.

Hier wurde die Spinne gesichtet

Tatsächlich kommt die Südrussische Tarantel seit rund 100 Jahren in Österreich vor. Am meisten hält sie sich im Bereich der ungarischen Grenze im Burgenland über Wien bis zur tschechischen Grenze und im Niederösterreichischen Weinviertel auf. Wie aus der Aussendung des Naturschutzbundes hervorgeht, dürfte es aktuell weder in Kärnten noch in der Steiermark zu Sichtungen gekommen sein.

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Tarantel auf Odyssee in Häusern

Nun aber, wieso kommt es zu immer mehr Sichtungen? Wie der Naturschutzbund erklärt, sind die Männchen momentan auf Partnersuche. „Sie wandern – besonders an milden Herbsttagen –  viel umher und verirren sich dabei auch in Garagen oder Gärten. Die Weibchen sind ebenfalls auf Wanderschaft, allerdings auf der Suche nach Winterquartieren. Diese bauen sie als Wohnröhren in sandige Böden. Bei der Suche nach geeigneten Quartieren ergeht es ihnen wie den Männchen: Sie verlaufen sich auch manchmal in menschliche Behausungen.“

Mehr über die Südrussische Tarantel

Als Lebensraum bevorzugt sie sandige Böden mit wenig Vegetation und einer hohen Umgebungstemperatur. Diese Gegebenheiten der Steppenart findet man häufig an Gewässerufern, an die die Südrussische Tarantel gut angepasst ist. Ihre Behaarung hält Wasser vom Körper fern, sodass die Spinne in der Lage ist, schnell über die Wasseroberfläche zu laufen und von einer Lufthülle umgeben auch einige Zeit unter Wasser verbringen kann.

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