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Symbolfoto
Ein Bild auf 5min.at zeigt einen jungen Mann mit einem Handy in der Hand.

Gesundheitstelefon: Diese Änderungen gibt es jetzt bei 1450

Das Gesundheitstelefon gibt es seit 2019. Das Land Steiermark präsentiert nun einige Verbesserungen, die seitdem erfolgreich umgesetzt wurden.

von Elisa Auer
Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
1 Minute Lesezeit(142 Wörter)

Das steirische Gesundheitssystem besteht aus verschiedenen Elementen: vom Gesundheitstelefon 1450 über die Hausärztinnen und Hausärzte sowie Gesundheitszentren und die Fachärztinnen und Fachärzte und Facharztzentren und den Krankenhäusern bis hin zur Notfallversorgung. Auch die Eigenversorgung – der eigene Beitrag für die Gesundheit – spielt eine wichtige Rolle. Entscheidend ist, rasch zum richtigen Versorgungsangebot zu kommen. Dabei hilft das Gesundheitstelefon 1450.

Darum wurde es eingerichtet

Das Gesundheitstelefon 1450 bietet Informationen zu Gesundheitsfragen an und informiert über geöffnete Ordinationen und Apotheken. Es ist dabei ein Wegweiser durch das Gesundheitssystem und hilft den Anruferinnen und Anrufern dabei, zum richtigen Versorgungsangebot zu kommen. Auch Hilfe zur Selbstversorgung wird geboten. Falls erforderlich, werden von den 1450-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Visitenärztinnen und Visitenärzte disponiert und an den Wochenenden Telefonate mit Kinderärztinnen und Kinderärzten ermöglicht.

Die wichtigen Infos im Überblick

  • Verstärker Fokus auf „Hilfe zur Selbsthilfe“: Über 1450 können nun verstärkt Beratungsgespräche zur Selbsthilfe geführt werden. Dies stärkt die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung und entlastet das Gesundheitssystem. Beispiele: Was kann ich bei Hals- und Ohrenschmerzen, Durchfall, Insektenstichen oder Nasenbluten selbst tun?
  • Implementierung des Apothekenrufs über 1450: Die 1450-Mitarbeiter*innen informieren die Anrufer*innen über geöffnete Apotheken und übermitteln die Telefonnummer per SMS. Auch eine Weiterleitung direkt an die Apotheke ist grundsätzlich möglich. Die Anrufenden können so direkt mit Apothekerinnen und Apothekern darüber sprechen, ob sie Medikamente, die sie zuhause haben, bei bestimmten Beschwerden einnehmen können. Weiters erhält man hier Auskunft über verfügbare Medikamente oder deren Austauschpräparate, sollte ein Medikament nicht verfügbar sein. Der Apothekenruf unterstützt auch bei der Selbsthilfe, welche von 1450 empfohlen wurde.
  • Für psychosoziale Gesundheitsfragen: Auskunft von bzw. Weiterverbindung zu relevanten Kontaktstellen.
  • Wochenendordinationen: An Wochenenden und Feiertagen stehen je Region Bereitschaftsordinationen in der Zeit von 9 Uhr bis 12 Uhr für Patient*innenversorgung zur Verfügung. Auskunft über 1450 oder die Webseite www.ordinationen.st
  • Versorgung für Kinder und Jugendliche Für die Region Graz gibt es an Wochenenden und Feiertagen Kinder-Ordinationsdienste. Zusätzlich stehen für Anfragen zu Säuglingen und Kleinkinder an Wochenenden und Feiertagen von 9 Uhr bis 21 Uhr Fachärzt*innen für Kinder- und Jugendheilkunde als „Kindertelefonärztin bzw. Kindertelefonarzt“ bei 1450 zur Verfügung. Diese Kinderärzt*innen werden bei Bedarf direkt mit den Eltern verbunden.
  • Deutliche Verkürzung der Abhebedauer im Vergleich zur Corona-Pandemie: Im dritten Quartal 2023 dauerte es im Median 11 Sekunden, bis ein Anruf abgehoben wurde. Von den 18.934 Anrufen wurden 92 Prozent abgehoben, acht Prozent der Anrufer*innen legten davor auf.
  • Apothekenruf: Informationen zu den geöffneten Apotheken, Kontaktdaten werden per SMS übermittelt; geöffnete Apotheken sind auch unter www.apothekerkammer.at/apothekensuche abrufbar. Ärzt*innen.
  • Bereitschaftsdienst: Informationen zu den geöffneten Ordinationen, auch online verfügbar unter www.ordinationen.st.
  • Visitenärzt*innen: Sollte es erforderlich sein, organisieren die 1450-Mitarbeiter*innen, dass der*die Anruferinnen und Anrufer von einem Visitenarzt bzw. einer Visitenärztin besucht wird.
  • Kinderärzt*innen: Am Wochenende ist über das Gesundheitstelefon 1450 auch ein*e Kinderarzt bzw. Kinderärztin erreichbar.
  • Psychosoziale Versorgung: Auskunft von bzw. Weiterverbindung zu relevanten Kontaktstellen.
  1. Anruferinnen und Anrufer wählt 1450 oder wird von 144 an 1450 weitergeleitet und hört zu Beginn den Datenschutzhinweis (gesetzlich verpflichtend)
  2. 1450-Calltaker (ausgebildete Sanitäter*innen) hebt ab
  3. Triagierung (Ersteinschätzung) durch den Calltaker: a.) Potenziell kritische*r Patient*in – umgehende Weiterleitung zum Notruf 144 b.) Anrufer*in benötigt Gesundheitsinformation (z. B. Infos zu geöffneten Ordinationen) – diese Information erhält der*die Anrufer*in direkt vom 1450-Calltaker, auch eine Weiterleitung (z. B. zur diensthabenden Apotheke) ist grundsätzlich möglich c.) Ausführliche Gesundheitsinformationen – Weiterleitung an bzw. Rückruf durch DGKP (Mithilfe eines medizinisch-wissenschaftlichen Expertensystems werden gezielt Krankheitsbilder identifiziert bzw. ausgeschlossen. Bei Fragen kann zusätzlich ein*e Arzt*Ärztin konsultiert werden).
  • 16 diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen mit mind. zwei Jahren Berufserfahrung (DGKP, auch „Emergency Communication Nurses“, genannt) und
  • 12 „Calltakers“ (Sanitäter*innen mit Zusatzausbildung, die die Anrufe richtig zuteilen) stehen im Einsatz.
  • Außerdem steht immer mindestens ein Hintergrundarzt bzw. eine Hintergrundärztin als Unterstützung zur Verfügung,
  • am Wochenende zusätzlich ein Kinderarzt bzw. eine Kinderärztin.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 05.11.2023 um 06:26 Uhr aktualisiert

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