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Überall Dreck und kaum Platz: Bilder aus Mastbetrieb veröffentlicht

Der VGT veröffentlichte kürzlich Bilder aus einem Mastbetrieb aus Niederösterreich. Auf engem Raum und Vollspaltenboden leben die Rinder und Kühe. Der Betrieb wird von den Tierschützern angezeigt.

von Sabrina Tischler
Sabrina Tischler Online Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(452 Wörter)

Die Bilder des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) zeigen es: Rinder und Kühe dicht gedrängt in ihren Buchten – auf Vollspaltenboden aus hartem Beton und Dreck. Auslauf gebe es für die Tiere keinen, heißt es von den Tierschützern. „Die Rinder, die hier für die Fleischproduktion gemästet werden, stehen beispielhaft für zigtausende Mastrinder in Österreich, die auf Vollspaltenboden leben müssen.“ Die Haltung auf dem harten Vollspaltenboden belastet die Gelenke und ist keineswegs artgerecht.

Bild auf 5min.at zeigt Kühe bzw. Rinder auf Vollspaltenboden.
©VGT
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Leben unter Leid und Qualen

VGT-Obmann Martin Balluch erklärt die Problematik: „Es gibt etwa 200.000 Mastrinder in Niederösterreich, darunter gut 150.000 Stiere, von denen der Großteil auf Beton-Vollspaltenboden mit scharfkantigen Spalten ohne Stroheinstreu leben muss. Dabei wird den Tieren gerade ihre Körpergröße an Platz geboten. Wollen sie sich bewegen, dann geht das nur auf Kosten des Platzes ihrer Leidensgenossen. Dieser Betrieb zeigt, was das für die Tiere bedeutet. Es ist unmöglich, so eine Vollspaltenbucht sauber zu halten, die Tiere leiden extrem. Das Tierschutzgesetz verbietet es, Tiere in einer Weise zu halten, dass das mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden ist. Aber genau das passiert auf Vollspaltenboden, wie dieser Fall beweist. Die einzige Antwort kann nur sein, den Vollspaltenboden ehestmöglich abzuschaffen.“

Alles endet am Schlachthof

Auch Tierschützer David Richter hat die Aufnahmen aus dem Betrieb gesichtet: „Wer Kuhmilch konsumiert, der hat auch das Leben eines Kalbs auf dem Gewissen, denn die Produktion von Kuhmilch geht mit ständigen Geburten von Kälbern einher. Vor allem die männlichen Kälber werden dann gemästet und für ihr Fleisch getötet. Dieser Zusammenhang ist vielen Menschen nicht bewusst. Und natürlich landen auch die Kuhmütter im Schlachthof, wenn sie ‚verbraucht‘ und nicht mehr rentabel als ‚Milchmaschinen‘ sind.“

Anzeige erstattet

Ein etwa vier Monate altes Kalb ist – auf den Bildern ersichtlicht – schwer verletzt oder krank. „Beide Hinterbeine sind stark beeinträchtigt. Das junge Tier kann kaum gehen. Der hintere Körper ist mit dicken Kotplatten bedeckt. Eine adäquate Versorgung des leidenden Kalbs ist nicht ersichtlich. Im Gegenteil: die Bucht ist stark verschmutzt und die Einstreu von Fäkalien durchnässt“, so der VGT. Anzeige wurde erstattet.

Tierleid darf nicht Normalität sein

„Die Bilder schockieren viele Menschen sicherlich“, schildert Richter. „Doch ist vieles davon normal und legal – gesetzlich geduldetes Tierleid. So ist die Mast auf Vollspaltenboden derzeit für Rinder erlaubt und auch üblich. Das wollen wir ändern. Tierleid darf nicht länger Normalität sein.“ Der VGT setzt sich für ein Ende der Vollspaltenbodenhaltung ein und ruft alle Menschen dazu auf, die Petition zu unterstützen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 16.11.2023 um 13:11 Uhr aktualisiert

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