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/ ©Pexels / Irina Anastas

Schon 351 Verkehrstote 2023: Menschliche Fehler als Hauptursache

Verkehrsunfälle sind global die zwölfthäufigste Todesursache: Laut WHO-Schätzungen sterben jährlich fast 1,3 Millionen Menschen an den Folgen von Unfällen im Straßenverkehr. In Österreich waren es seit 1961 86.500 Menschen.

von Phillip Plattner
Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(380 Wörter)

Seit 1961 sind in Österreich 86.500 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, 2023 waren bisher bereits 351 Verkehrstote zu beklagen (bis 12. November). Auf Initiative der Vereinten Nationen wurde daher der jährliche Welt-Gedenktag für Straßenverkehrsopfer eingeführt, der heuer am 19. November stattfindet. Viele Maßnahmen wurden bereits erfolgreich gesetzt. Um die „Vision Zero“ – eine Welt ohne Verkehrstote – zu erreichen, gibt es allerdings noch eine Menge zu tun, wie ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nosé ausführt: „Maßgebend wird sein, wie rücksichtsvoll und vorausschauend sich Verkehrsteilnehmende im Straßenverkehr bewegen. Vor allem Ablenkung hinter dem Steuer ist eine große Gefahr.“

Trauriger Spitzenwert: 1972 gab es 2.948 Verkehrstote

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Österreich geht seit Jahrzehnten zurück: 1972 wurde der traurige Spitzenwert von 2.948 Verkehrstoten erreicht, während 2022 zwar weniger, aber immer noch 370 Menschen tödlich verunglückten. Vielfältige Maßnahmen haben dazu beigetragen, Leben zu retten: Von der Einführung der Gurtpflicht (1976) über die verpflichtende Nutzung von Kindersitzen (1994) bis zur Senkung des Alkohollimits auf 0,5 Promille (1998). Auch die generelle Effizienzsteigerung der Rettungskette sowie deutliche Verbesserungen in der Notfallmedizin tragen zu dieser positiven Entwicklung bei.

Fahrradunfälle haben zugenommen

Neben den positiven Entwicklungen zeigt sich auch ein negativer Trend: Der Fahrradverkehr ist im vergangenen Jahrzehnt gewachsen, dadurch hat auch die Anzahl der Unfälle mit Beteiligung von Radfahrenden um 70 Prozent zugenommen. Ein großes Sorgenkind sind Alleinunfälle, bei denen ein Anstieg um mehr als 150 Prozent zu verzeichnen ist – jeder zweite Fahrradunfall ist mittlerweile ein Alleinunfall. „Ein wesentlicher Fokus der zukünftigen Verkehrssicherheitsarbeit muss daher auf diese Gruppe gelegt werden. Es ist wichtig, weiterhin in sichere Radinfrastruktur zu investieren sowie mehr Bewusstsein für das Tragen eines Helmes zu schaffen. Außerdem ist es unerlässlich, die Handhabung von E-Bikes zu trainieren“, so der ÖAMTC-Experte.

Das macht Hoffnung

Eine Hoffnung dafür, dass die Unfälle weiter zurückgehen und die Todeszahlen minimiert werden können, seien laut Experten (teil-)autonomes Fahren und die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander sowie mit der Straßeninfrastruktur. Zudem müsse der Faktor Mensch verstärkt in den Fokus gerückt werden: „Schätzungen zeigen, dass rund 95 Prozent aller Verkehrsunfälle aufgrund menschlicher Fehler passieren. In Zeiten moderner Kommunikationstechnologien sowie neuester Infotainmentsysteme in Fahrzeugen steigt die Gefahr von Ablenkungen“, führt Nosé aus.

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