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Symbolfoto
Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Polizeiauto parkt hinter einem Absperrband.

Suche nach vermisstem Ex-Paar förderte Leiche zutage

Bei den Ermittlungen um das rätselhafte Verschwinden von zwei italienischen Studenten ist es zu einer Wende gekommen.

von APA
3 Minuten Lesezeit(520 Wörter)

Die Staatsanwaltschaft Venedig hat einen europäischen Haftbefehl für einen 22-jährigen Ingenieurstudenten erlassen, wie italienische Medien am Samstag berichteten. Der Mann wird des Mordes an seiner gleichaltrigen Ex-Freundin verdächtigt – wir haben berichtet. Jetzt wird er international gesucht, auch in Österreich.

Leiche einer jungen Frau entdeckt

Laut Ermittlerkreisen ist das Auto des 22-jährigen Ingenieurstudenten, der mit seiner Ex-Freundin verschwunden ist, am Mittwoch in Lienz von einer Kennzeichenlesekamera für die Straßenkontrolle, registriert worden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Die italienische Polizei informierte die österreichischen Kollegen. Befürchtet wird, dass der junge Mann seine Ex-Freundin ermordet haben könnte und mit seinem Auto die Flucht ergriffen habe. Nicht ausgeschlossen wird auch, dass er sie gegen ihren Willen festhalte. Bei der Suche nach der jungen Frau wurde indes am Samstag in Barcis in der friaulischen Provinz Pordenone die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Geprüft wird jetzt, ob es sich um die vermisste Studentin handeln könnte.

Mordverdacht

Die Staatsanwaltschaft Venedig leitete am Freitag eine Untersuchung gegen den Studenten wegen Mordverdachts ein. Angeordnet wurde die Durchsuchung des Hauses, in dem dieser mit seinen Eltern lebte. Die Ermittler prüfen derzeit ein Video, das einen Übergriff des Studenten auf seine Ex-Freundin zeigt. Die Aufnahmen wurden von Überwachungskameras in einem Lagerhaus im Industriegebiet, nicht weit von Vigonovo aufgezeichnet. Es zeigt die dramatischen Momente, in denen sich der Mann auf die Studentin stürzt, sie angreift und wiederholt mit seinen Fäusten schlägt, bis sie leblos auf dem Boden liegt. Genau an dieser Stelle fanden die Carabinieri mehrere Blutflecke, einige Haare und auch Klebeband, an dem Haare hingen. Danach sieht man, wie der Student mit der blutenden Frau im Auto wegfährt.

Zusammen gesehen

Der Gesuchte hatte seine Ex-Freundin am späten Samstag der vergangenen Woche in deren Heimatort Vigonovo in der Provinz Venedig abgeholt. Die beiden wurden gegen 20.00 Uhr noch in einem Einkaufszentrum zusammen gesehen. Die Studentin schickte ihre letzte SMS um 22.43 Uhr an ihre Schwester, und das Handy ihres Ex-Freundes war zuletzt gegen 23.00 Uhr in der Gemeinde Fossó an der Riviera del Brenta ortbar – nicht weit vom Ort entfernt, an dem die junge Frau mit ihrer Familie lebte.

Eineinhalb Jahre ein Paar gewesen

Die beiden Studenten waren eineinhalb Jahre ein Paar gewesen, bevor sie sich im vergangenen Sommer trennten; der Kontakt zwischen beiden riss jedoch nie ganz ab. Beide Familien erstatteten am Sonntag Vermisstenanzeige bei den Carabinieri. Ein Zeuge soll gesehen haben, wie sich die beiden stritten. Er alarmierte die Polizei, doch als diese eintrafen, war das Auto schon weg. Auf dem Parkplatz, auf dem die beiden Studenten zum letzten Mal gesehen wurden, wurden Blutspuren entdeckt, die jetzt analysiert werden. Der Vater der Studentin schließt nicht aus, dass seine Tochter ermordet worden sein könnte.

Suche ausgeweitet

Auch im Südtiroler Pustertal fand eine Suchaktion nach den beiden Ingenieurstudenten der Uni Padua statt. In den Wäldern, aber auch auf den Nebenstraßen des Hochpustertals lief die Suche nach dem Fiat Punto. Am Freitag wurde die Suche auf das Gemeindegebiet von Innichen und Toblach ausgeweitet. (APA / red. 18.11.23)

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