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Achtung: Betrügerische Jobangebote per SMS und WhatsApp im Umlauf

Immer wieder kursieren vermeintlich attraktive Stellenangebote, die über SMS oder WhatsApp an potenzielle Bewerber gesendet werden. Doch Vorsicht ist geboten – denn hinter diesen Jobangeboten verbergen sich oft Betrüger.

von Julia Waldhauser
Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(414 Wörter)

Die Masche ist einfach, aber gefährlich: Betrüger geben sich als Personalvermittler oder Recruiter aus und bieten vermeintliche Jobs als Remote-Mitarbeiter für Hotels und Touristenattraktionen an. Das Versprechen klingt verlockend – geringer Arbeitsaufwand von 30 bis 50 Minuten täglich mit einem potenziellen Verdienst von 100 bis 1000 Euro, ohne lästige Bewerbungsprozesse.

Auch Signal, Facebook-Messenger und Instagram betroffen!

Diese betrügerischen Angebote erreichen die potenziellen Opfer per SMS oder WhatsApp und können auch über andere Messenger-Dienste wie Signal, Facebook-Messenger oder Instagram-DMs verbreitet werden. Besonders auffällig ist, dass dieselbe Nachricht gleichzeitig an mehrere Personen versendet wird.

Wie funktioniert der Betrug?

Die Opfer werden aufgefordert, sich auf bestimmten Plattformen wie kaykaorg.com, privko.live oder depopnr.com zu registrieren, um dort ihre vermeintlichen Aufgaben zu erledigen. Sie sollen Hotels und Touristenattraktionen bewerten oder Buchungsaufgaben durchführen. Die Tätigkeiten werden angeblich vergütet, und in einem Online-Konto sieht man scheinbar den „Verdienst“ in Echtzeit anwachsen.

Foto auf 5min.at zeigt ein betrügerisches Jobangebot.
©5 Minuten

Betrugsmasche entlarvt: Versprochenes Verdienst wird nie ausgezahlt

Doch hier liegt der Haken: Das verdiente Geld wird nie ausgezahlt. Wenn Opfer eine Auszahlung auf ihr Bankkonto anfordern, wird zuerst eine Zahlung von ihnen verlangt. Angeblich soll diese Zahlung bei der Auszahlung des verdienten Geldes zurückerstattet werden, was jedoch nie geschieht.

Einzahlungen versprechen Gutschrift, enden aber in endloser Abzocke

Häufig geraten die Opfer in eine fatale Abwärtsspirale: Ihr Kontostand sinkt plötzlich ins Minus, und sie werden aufgefordert, dieses Minus durch eine Einzahlung auszugleichen, mit der Versicherung, dass ihnen das Geld wieder gutgeschrieben wird. In Wahrheit aber hört diese Geldabzocke nicht auf, bis die Opfer keine weiteren Zahlungen mehr leisten.

Wie haben die Betrüger Zugang zu den Kontaktdaten erhalten?

Die Betrüger verfügen über Datenbanken mit einer Vielzahl von Telefonnummern, die sie wahllos kontaktieren. Diese Nummern können aus Datenlecks von Unternehmen stammen oder durch den Verkauf von Daten durch Unternehmen, die auf Datensammlung spezialisiert sind, in ihre Hände gelangt sein. Manchmal haben die Opfer ihre Daten auch bei betrügerischen Online-Gewinnspielen oder Internetfallen preisgegeben.

Warnung vor verlockenden Angeboten

Es ist wichtig, äußerste Vorsicht walten zu lassen, wenn unerwartet Jobangebote per SMS oder WhatsApp auftauchen, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein. Im Zweifelsfall ist es ratsam, solche Nachrichten zu ignorieren und nicht darauf zu reagieren, um sich vor möglichen Betrügereien zu schützen. Die Webseite „Watchlist-Internet.at“ informiert über aktuelle Betrugsmaschen und gibt Ratschläge zum Schutz vor Online-Kriminalität.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 19.11.2023 um 16:17 Uhr aktualisiert

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