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Neuer Fahrplan: Kärnten investiert 2024 so viel wie noch nie in den öffentlichen Verkehr

Mit 10. Dezember 2023 tritt der neue Fahrplan der Kärntner Linien in Kraft, der für zahlreiche Verbesserungen der Bus- und Bahnangebote sorgt. Mit 63 Mio. Euro wird so viel wie noch nie in den öffentlichen Verkehr investiert.

von Anja Mandler
Anja Mandler Online-Redakteurin Leitung Steiermark
3 Minuten Lesezeit(707 Wörter)

„Mit dem neuen Fahrplan setzen wir den nächsten Aufholschritt und verbessern das Verkehrsangebot auch im nächsten Jahr wieder deutlich“, so Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig heute, Freitag, bei der Präsentation des neuen Fahrplans gemeinsam mit Reinhard Wallner (ÖBB-Regionalmanager Kärnten) und Beate Sommer (Österreichische Postbus AG) im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung.

63 Millionen Euro für den Öffentlichen Verkehr

„Wir investieren im kommenden Jahr mit 63 Millionen Euro so viel wie noch nie in den öffentlichen Verkehr und verstärken das Verkehrsbudget in nur einem Jahr um die Hälfte. Alleine das Budget für den Mikro-Öffentlichen Verkehr wird verdreifacht, um die Anbindung der Regionen an das Jahrhundertprojekt Koralmbahn sicherzustellen. Bis 2028 investieren wir landesweit über 100 Millionen mehr in den Verkehr. Jeder Euro, den wir mehr in eine moderne Mobilität investieren, fließt letztlich in den Standort und in die Nachhaltigkeit“, betont Schuschnig die Schwerpunktsetzung innerhalb der Landesregierung und meint weiter: „Gerade in Hinblick auf die Inbetriebnahme der Koralmbahn ist dieses Investitionspaket auch für die Wirtschaft zukunftsrelevant.“

Neuer Fahrplan soll Verbesserungen bringen

Neben der erstmaligen Inbetriebnahme der Kärntner Koralmbahn, dem Start des verstärkten Regionalbuskonzeptes in Südkärnten und schnelleren Verbindungen zwischen Klagenfurt und Wolfsberg durch die S3, sichert der neue Fahrplan insgesamt über 1,4 Millionen mehr an Angebotskilometern, davon rund 200.000 Kilometer im Schienen- und rund 1,2 Millionen Kilometer im Busverkehr. „Mit dem neuen Fahrplan setzen wir den Aufholprozess der letzten Jahre konsequent fort“, betont der Landesrat. Ziel sei es, den öffentlichen Verkehr so attraktiv und modern wie nur möglich zu gestalten, um mehr Menschen vom Umstieg zu überzeugen. Dazu Wallner: „Mit dem Fahrplan 2024 setzen wir in Kärnten neue Maßstäbe im öffentlichen Verkehr auf der Schiene. Die Teilinbetriebnahme der Koralmbahn bedeutet nicht nur eine Modernisierung der Schieneninfrastruktur, sondern auch eine nachhaltige Steigerung von Kapazitäten und Komfort. Die Erweiterungen, darunter zusätzliche S-Bahn- und REX-Verbindungen sowie die Inbetriebnahme von Elektrotriebzügen, tragen nicht nur zu einem verbesserten Service, sondern auch zu einer jährlichen CO²-Reduktion von rund 3.500 Tonnen bei. Der Fahrplanwechsel bringt somit nicht nur mehr Mobilität, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.“

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Angebot soll verbessert werden

Das öffentliche Verkehrsnetz in Kärnten gleiche einem fein abgestimmten Uhrwerk, bei dem jedes Detail von entscheidender Bedeutung ist. Ein aufrichtiger Dank gehe an alle Verkehrsunternehmen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihren Einsatz sicherstellen, dass unsere Fahrgäste zuverlässig und pünktlich ihr Ziel erreichen. Diese Bemühungen tragen maßgeblich dazu bei, den öffentlichen Verkehr in Kärnten effizient und verlässlich zu gestalten, wie Sommer betont. Sie weist darauf hin: „Neben den bereits attraktiven Ticketangeboten wird ein kontinuierlicher Ausbau und eine stetige Verbesserung des Fahrplanangebots angestrebt, was nur durch die vorbildliche Zusammenarbeit mit dem Land Kärnten und den beteiligten Verkehrsunternehmen möglich ist. Das Engagement für den öffentlichen Verkehr zielt darauf ab, das Angebot für Schülerinnen und Schüler, Pendlerinnen und Pendler und sämtliche Fahrgäste ständig zu optimieren. In diesem Streben nach Verbesserung setzen wir gemeinsam mit dem klaren Ziel, die Mobilität der Zukunft zu gestalten, einen weiteren entscheidenden Schritt.“ Schuschnig dazu abschließend: „Der öffentliche Verkehr wird immer standortrelevanter. Je attraktiver die Mobilität, desto wettbewerbsstärker und zukunftsfähiger ist auch der Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort Kärnten. Mit dem neuen Fahrplan ist uns dazu ein weiterer Meilenstein gelungen.“

Kärntner Koralmbahn-Abschnitt vor Inbetriebnahme

Zu den Highlights des neuen Fahrplans zählen u.a. die erstmalige Inbetriebnahme des Kärntner Abschnitts der Koralmbahn und die Strecke zwischen Wolfsberg und Klagenfurt durch die S3, die für zusätzliche schnelle S-Bahn- und REX-Verbindungen sorgt. Weiters wird es auf dem Abschnitt zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf erstmals auch an Wochenenden und Feiertagen ein S-Bahn-Verkehrsangebot geben. Auch das Goldeck bekommt eine ganzwöchige Anbindung ab Spittal, angepasst an die Gondelzeiten der Talstation. Außerdem wird der beliebte Tauernradsprinter bis ins Salzburgerland erweitert und auf der Koralmbahn der Süd-Kärnten-Radsprinter eingeführt. Große Umstellungen bei Fahrplanänderungen werden erst in der Praxis erprobt. Aus diesem Grund muss man sich laufend die neuen Pläne und Rückmeldungen ansehen und dort wo nötig, Nachbesserungen vornehmen.

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