Kärntner Politikergehälter steigen um fast 10 Prozent
Während die Politikergehälter in anderen Bundesländern teilweise gar nicht oder nur zur Hälfte ansteigen werden, steigen sie in Kärnten um die volle Inflation - allerdings erst ab Juli. Die FPÖ übt nun heftige Kritik.
Zahlreiche Bundesländer haben beschlossen, der Empfehlung des Bundes zu folgen und die Politikergehälter im kommenden Jahr „nur“ um die halbe Inflation steigen zu lassen. Sonderwege hat man dahingegen im Burgenland und in Kärnten gewählt. Während man im Burgenland die Politikergehälter gar nicht steigen lässt und eine Nulllohnrunde durchführt, steigen in Kärnten die Gehälter um die vollen 9,7 Prozent – allerdings „erst“ ab Juli 2024. Heftige Kritik ertönt nun seitens der Kärntner FPÖ.
FPÖ: „Es sollte eine Nulllohnrunde geben“
„In Zeiten, wo die Bürger unter den Rekordteuerungen leiden, sollte es wie auf Bundesebene für die Spitzenpolitiker wie Regierungsmitglieder und Klubobmänner im Landtag eine Nulllohnrunde geben“, fordert FPÖ-Chef Erwin Angerer. Zudem kritisiert er auch das verspätete Datum der Erhöhung. Das sei ein reiner Täuschungsversuch, denn es sei dennoch eine Erhöhung um 9,7 Prozent, die auch für die kommenden Jahre wirke, so Angerer. Beim Landeshauptmann würde diese Erhöhung ein Plus von knapp 1.500 Euro bedeuten. „Bei den Metallern gibt es eine Deckelung bei 400 Euro“, wie Angerer erklärt – mehr dazu hier.
So viel verdienen Kärntens Spitzenpolitiker
Der Landeshauptmann verdient in Kärnten derzeit etwas mehr als 15.000 Euro brutto pro Monat, bei einem einfachen Regierungsmitglied sind es immerhin noch fast 14.000 Euro brutto. Warum der Landeshauptmann im Bundesländervergleich dennoch ein „armer Schlucker“ ist und wie viel etwa ein Landtagsabgeordneter oder ein Klubobmann im Landtag verdient, erfahrt ihr hier.