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Symbolfoto auf 5min.at zeigt das Bezirksgericht Fürstenfeld.

Angriff im Büro: Chef wegen Körperverletzung vor Gericht

Ein Unternehmensleiter steht vor dem Bezirksgericht, weil er seinen Mitarbeiter körperlich attackiert hat. Trotz offensichtlicher Beweise zeigt der Angeklagte wenig Einsicht in sein Fehlverhalten.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
1 Minute Lesezeit(225 Wörter)

Blutspuren am Tatort und aufsehenerregende Schreie, die die Nachbarn auf die Schlägerei aufmerksam machten, führten zur Alarmierung der Polizei, wie die „Kleine Zeitung“ berichtet. Doch der Beschuldigte scheint das Ausmaß des Vorfalls nicht zu begreifen. Richter Günther Walchshofer versucht, Klarheit zu schaffen. „Es gibt Bildmaterial und Zeugenaussagen, die bestätigen, dass Sie den Mann mit einem Schlagstock angegriffen haben“, bezieht sich der Richter auf die vorliegenden Beweise. Die Zeugen hatten den Streit beobachtet und später das Opfer zur medizinischen Versorgung in ihre Obhut genommen.

Richter konfrontiert Angeklagten

„Er hatte 1,3 Promille“, verteidigt sich der Firmenchef. „Das rechtfertigt jedoch nicht, ihn zu schlagen. Wenn das hier in Österreich üblich wäre, jeden Betrunkenen zu attackieren, na dann gute Nacht…“, versucht Walchshofer dem Angeklagten die Schwere seines Handelns nahezubringen.

Angeklagter behauptet: „Wollte Mitarbeiter schützen“

Der Vorfall begann mit einem Reparaturantrag für ein Rohr auf dem Dach. Der Beschuldigte behauptet: „Ich wollte ihn lediglich dazu bewegen, nicht mehr mit dem Auto zu fahren und auf dem Firmengelände zu übernachten.“ Trotz wiederholter Erklärungsversuche des Richters zeigt der Angeklagte wenig Einsicht. Da der Angeklagte bisher keine Vorstrafen hat, wird ihm eine alternative Lösung angeboten. Diese „Kündigung“ würde ihn 900 Euro kosten – eine Entscheidung, die er mit verständnislosem Kopfschütteln quittiert.

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