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Symbolfoto
Das Bild auf 5min.at zeigt zwei Wölfe im Wald.

„Klicken der Kamera störte“: Wolf konnte nur einmal fotografiert werden

Besondere Erfahrungen mit Wölfen machte der Villacher Harald Rohrer. Der passionierte Jäger schießt auch gerne auf Wölfe – wenn auch nur mit der Wildkamera und erlebte dabei Erstaunliches.

von Manfred Wrussnig
2 Minuten Lesezeit(397 Wörter)

„Wir haben in unserem Jagdgebiet im Gurktal schon seit 2017 Wolfssichtungen. Ein bosnischer Waldarbeiter, der in dem Jagdgebiet arbeitete, berichtete immer wieder davon. Eine besondere Stelle war auffällig. So stellten wir eine Kamera auf. Es war eine alte Spypoint, wo man den Datenträger holen und auslesen musste, aber wir bekamen nur ein einziges Foto vom Wolf drauf, obwohl er immer durch die Gegend streifte“, schildert er gegenüber 5 Minuten.

„Da war er wieder zu sehen“

Und: „Dann stellten wir die Kamera woanders auf. Da war er wieder zu sehen. Aber auch nur ein Mal.“ Des Rätsels Lösung erfuhr man erst durch Berichte über Wölfe in Allensteig in Niederösterreich. Der Truppenübungsplatz des Bundesheeres in Allensteig ist bekannt dafür, dass dort seit Jahren wieder Wölfe leben und ihr Verhalten und Rudelbildung wissenschaftlich erforscht wird. Rohrer: „Die Wissenschaftler dort berichteten, dass die Wölfe dem Klicken der Wildkameras ausweichen. Der Mensch hört das Klicken kaum, für den Wolf ist es offensichtlich so störend, dass er die Kamera weitläufig umgeht! Jetzt verwenden wir überall neue Kameras, die klicken nicht mehr und senden die Bilder. Da haben wir gleich wieder einen mehrmals erwischt.“

Bedauern über fehlendes Wolf-Monitoring in Kärnten

Rohrer bedauert, dass es in Kärnten kein Wolf-Monitoring gibt, in dessen Rahmen Jäger ihre Erfahrungen mit Wölfen dann präsentieren könnten. So machte Rohrer die interessante Feststellung, dass in Wäldern, in denen Wölfe jagen zwar die Schälschäden reduziert werden, sich aber nur in andere Gebiete verlagern, wohin das Wild ausweicht um von Wölfen nicht erwischt zu werden. Es gibt in der EU auch keine Meldungen über Wölfe in Kärnten.

„Warum regt ihr euch über den Wolf so auf?“

Rohrer: „Humberto Delgado Rosa, zuständig in Brüssel für Natur und Umwelt, war im Sommer zu Gast auf der Millstätter Alm. Er fragte, warum wir uns über den Wolf aufregen? Es gibt bei der EU keine Meldungen über Wölfe“, wunderte er sich. Verantwortlich für Meldungen nach Brüssel über Wölfe ist das Zentrum Wolf-Bär-Luchs in Wien. Rohrer: „Warum melden die Verantwortlichen keine Zahlen, die ja nachweislich da sind? Was ist der Hintergrund? Das wollten wir wissen, bekamen aber bis heute keine zufriedenstellenden Antworten.“

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