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Erste Kärntner „Pilotprojekt“-Pflegeassistenten bekamen ihre Zeugnisse

Kärnten war das erste Bundesland, das mit dem Schulprojekt „Pflegeausbildung mit Matura“ an den Start ging. Diese Woche wurden „Premieren“-Zeugnisse verliehen - die Matura folgt.

von Anja Mandler
3 Minuten Lesezeit(502 Wörter)
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 Der 5. Dezember war ein Tag zum Feiern in der Höheren Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege (HLPS) in Villach: Denn heute durften 15 Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse samt erfolgreichem Abschluss der Pflegeassistenz entgegennehmen. Ein wichtiger Zwischenschritt auf ihrem Weg zur Matura, den sie nach insgesamt fünf Jahren schließlich mit dem Titel Pflegefachassistenz abschließen.

Österreich-Premiere in Kärnten

„Und zugleich feiern wir eine Österreich-Premiere: Denn die frisch gebackenen Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten der HLPS Villach sind die ersten Schülerinnen und Schüler einer Berufsbildenden Höheren Schule, die in Österreich einen solchen Abschluss in der Tasche haben“, betonte Gesundheitsreferentin LR.in Beate Prettner. Wissend, „dass wir jungen Menschen viele unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Pflegeausbildung bieten müssen“, kämpfte Prettner jahrelang für diese Ausbildungsform. „Nach drei Jahren Pilotversuch haben wir es dann auch geschafft, dass das Bildungsministerium diese Form der Ausbildung ins reguläre Schulwesen übernommen hat“, so Prettner. Als Kooperationspartner für die „Pflegeausbildung mit Matura“ fungiert die GuK, die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Kärnten, mit Direktorin Beate Wanke an der Spitze.

Ausbildung öffnet Türen in der Gesundheitsbranche

Astrid Körner, Konrektorin der Diakonie de La Tour, freute sich mit den Absolventinnen und Absolventen über den erfolgreich absolvierten Schritt in Richtung Matura: „Einen Berufsweg im sozialen Bereich und speziell in der Pflege einzuschlagen, bedeutet, sich in die Gesellschaft einzubringen und einen wertvollen Beitrag im Sinne der Mitmenschlichkeit zu leisten. Wir können stolz auf diese jungen Menschen sein, die sich für eine schulische Laufbahn an der HLPS Villach entschieden haben und heute einen wichtigen Baustein zu ihrer Ausbildung hinzufügen können.“ Nach ihrer fünfjährigen Schullaufbahn mit Matura stehen den Absolventinnen und Absolventen der HLPS zahlreiche berufliche Möglichkeiten in einer zunehmend gefragten Branche offen. Ob im Gesundheits-, Betreuungs- und Pflegesektor, bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, in der Kinder- und Jugendhilfe oder in der Verwaltung im Sozialbereich: die beruflichen Möglichkeiten sind zahlreich. „Für einen hohen Praxisbezug sorgt zudem das pädagogische Konzept an der HLPS, das sowohl berufsspezifische Pflichtpraktika umfasst als auch ein Lehrpersonal, das selbst aus dem Gesundheits- und Krankenpflegebereich stammt“, erklärte Susanne Lissy, Schulleiterin der HLPS Villach. Erfreut über das Verantwortungsbewusstsein und den Mut der Schülerinnen und Schüler zeigte sich auch der Villacher Bürgermeister Günther Albel: „Es sollte uns gelingen, die Pflege aus dem Jammertal herauszubringen und zu zeigen, um welchen schönen, sinnstiftenden und wertvollen Beruf es sich handelt.“

An diesen Schulen gibt es die Ausbildungsform

Die Höhere Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege der Diakonie gibt es am Standort Villach seit dem Schuljahr 2020/21. Aktuell absolvieren hier 89 Schülerinnen und Schüler zwischen 14 Jahre und 18 Jahre ihre fünfjährige Ausbildung bis zur Matura. Seit September 2021 wird diese Ausbildungsform auch an der Caritas-Schule in Klagenfurt angeboten. „Und für Herbst 2024 sind zwei neue HLPS-Lehrgänge an der HLW Spittal und an der HLW Wolfsberg geplant“, informierte Prettner.

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