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/ ©Facebook/Devils of the Night Klagenfurt

Kinderkrampus (9) über Absperrung gezerrt: Video sorgt für Empörung

Vor wenigen Tagen ging in Eberndorf ein Krampuslauf über die Bühne. Dabei kam es zu einem Vorfall, der derzeit für viel Aufregung sorgt: Ein 9-jähriger Krampusläufer wurde von einem Zuschauer einfach über die Absperrung gezogen.

von Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(404 Wörter)
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Das Video eines Krampuslaufs in Eberndorf sorgt aktuell für Empörung. Im kurzen Clip ist ein Zuschauer zu sehen, der einen Kinderkrampus einfach ohne Vorwarnung aufhebt und über die Absperrung zerrt. Das 9-jährige Kind ist Mitglied der Krampusgruppe „Devils of the Night Klagenfurt“, die den Vorfall in den Sozialen Medien öffentlich machte und scharfe Kritik äußerte.

„Krampusse sind keine Kuscheltiere“

Der Ärger über das Verhalten des Zuschauers ist groß. „Der Brauch von früher wird den Kindern versucht traditionell weiterzugeben. Dann findet man Kinder bzw. speziell dieses Kind im Video, was diesen Brauch leben möchte, ohne der Brutalität von anderen. Erklärt wird, Krampusse sind keine Kuscheltiere und man darf nicht an den Hörnen reißen bzw. reißen lassen. Da die Sicht sehr eingeschränkt ist, immer mit Vorsicht an die Absperrgitter heran gehen, egal ob Erwachsene oder Kinder. Und dann gibt es tatsächlich Zuschauer, die versuchen immer zu provozieren“, zeigt sich die Krampusgruppe über den Vorfall entsetzt. Der kleine Krampus habe in dem Moment, als er „den Boden unter den Füßen verlor“, einen riesigen Schreck bekommen. „Nicht nur, dass es ihm ziemlich wehgetan hat, übers Gitter gezogen zu werden, NEIN, auch weil er selbst nicht wusste was er tun sollte.“ Mit einem lauten Schrei machte das Kind schließlich auf sich aufmerksam, sodass Erwachsene eingreifen konnten.

Kein Einzelfall: „Werden häufig attackiert“

Der Vorfall wird dem Kind wohl noch lange in Erinnerung bleiben. „Es war der dritte Lauf des Buben. Er hat seitdem große Angst und geht auch nicht mehr in die Nähe der Geländer“, berichtet Petra Stocker, Obmann Stellvertreterin der Krampusgruppe Devils of the Night Klagenfurt im Gespräch mit 5 Minuten. Die Identität des Zuschauers konnte bisher leider nicht ausfindig gemacht werden. „Es ging alles so schnell.“ Vorfälle dieser Art würden sich allerdings häufen. „Immer wird nur vom „bösen Krampus“ berichtet, doch auch Zuschauer tanzen oft aus der Reihe“, weiß Stocker. So sei es bereits mehrfach zu gefährlichen Auseinandersetzungen gekommen, bei denen Krampusse von Zuschauern attackiert wurden. „Ich bin ja für ein generelles Alkoholverbot bei den Läufen – auch für die Zuschauer“, so Stocker. Beamte sollten laut ihr im Ernstfall härter durchgreifen. „Man wird meist nur belächelt, wenn man solche Vorfälle melden will“, hat Stocker die Erfahrung gemacht.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 06.12.2023 um 14:32 Uhr aktualisiert
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