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Baukartell: Granit-Gruppe bekommt Millionenstrafe

Baukartell: Granit-Gruppe bekommt Millionenstrafe

9,8 Millionen Euro Geldstrafe verhängte das Kartellgericht der steirischen Granit-Gruppe. Das Bauunternehmen habe sich vor Jahren an einem Baukartell beteiligt.

von Sabrina Tischler
Sabrina Tischler Online Redaktion 5 Minuten
1 Minute Lesezeit(190 Wörter)

Auf Antrag der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat das Kartellgericht eine Geldbuße in der Höhe von 9,8 Millionen Euro gegen die Granit-Gruppe, mit Sitz in Graz, verhängt. Vor Jahren etwa wurde das österreichweite Baukartell aufgedeckt, auch die Granit-Gruppe hatte sich daran beteiligt.

Verstoß gegen das Kartellverbot

Verschiedenste Bauunternehmen hatten in Absprache gegen das Kartellverbot verstoßen und sich durch Preisabsprachen, Marktaufteilungen und über Abstimmungen über zukünftiges Verhalten bei Angebotsabgaben an die kartellrechtswidrige Tätigkeiten bereichert. „Im Rahmen der Zuwiderhandlung wurden zwischen den beteiligten Unternehmen Absprachen getroffen, um sich gegenseitig zur Erteilung von Aufträgen zu verhelfen. Unter anderem wurde zwischen den beteiligten Unternehmen etwa der Ausschreibungsgewinner, der abzugebende Preis und die Abgabe von ‚Deckangeboten‘ festgelegt, dass bestimmte Mitbewerber überhaupt kein Angebot legen sollten“, führt die BWB aus.

Bei Verfahren kooperiert

Genau jenes Handeln hat für die Granit-Gruppe schwerwiegende Konsequenzen. Die Tätigkeiten des Baukartells soll von zumindest Juli 2002 bis Oktober 2017 agiert haben. Die Buße sei sogar minderer ausgefallen, weil Granit außerhalb des Kronzeugenprogramms zur vollständigen Aufklärung des Sachverhalts mit der BWB kooperiert hatte. Der Beschluss ist rechtskräftig.

Im Rahmen des Baukartells wurden zwischen den beteiligten Unternehmen Absprachen mit dem Zweck getroffen, den Wettbewerb zu minimieren oder auszuschließen, um sich gegenseitig zur Erteilung von Aufträgen zu verhelfen und so unter anderem Marktanteile zu sichern.

Nach dem Kartellgesetz sind Handlungsweisen verboten, die den Wettbewerb behindern oder verfälschen. Dazu zählen etwa Preisabsprachen oder die Aufteilung von Märkten bzw. Gebieten. Bei einem festgestellten Verstoß kann das Kartellgericht auf Antrag der BWB Geldbußen bis zu 10% des im vorausgegangenen Geschäftsjahr erzielten Gesamtumsatzes verhängen. Die Geldbußen werden unter Berücksichtigung der Schwere und Dauer der Rechtsverletzung, des Verschuldens und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der Kooperation des betroffenen Unternehmens bemessen.

Quelle: BWB

 

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