Dieses Wildtier hat 2023 die größten Schäden in Kärnten angerichtet
Über rund 200 Anträge zu Schäden durch geschonte Wildtierarten wurde nun vom Wildschadensfonds-Kuratorium des Landes entschieden. Rund 340.000 Euro an Unterstützungsleistungen werden ausbezahlt.
Die höchste Summe an Unterstützungsleistungen (rund Euro 127.000) wird dabei übrigens nicht für Wolfs-, sondern für Fischotter-Schäden aufgewendet, da heuer auch von großen Teichbesitzern und Fischzüchtern Schadensmeldungen eingegangen sind. „Der Gesamtanteil des Fischotters an der Schadenshöhe liegt bei 38 Prozent. Das zeigt ganz klar, dass die Regulierung durch selektive Bejagung des Fischotters weiter fortgesetzt werden muss“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber. Etwas weniger, rund 103.000 Euro werden für Nutztierrisse durch den Wolf ausbezahlt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Wolfsrisse zurückgegangen.
23 Anträge mehr als 2022 gestellt
Deutlich angestiegen im Vergleich zum Vorjahr sind die durch Biber verursachten Schäden. „Hier wurden 23 Anträge mehr gestellt als 2022“, informierte Gruber. Darunter befinden sich auch große Schadensfälle, wie eine gefällte Christbaumkultur oder rund 800 Kilogramm tote Fische einer Fischzucht, bei der Biberaktivitäten die Frischwasserzufuhr gedrosselt haben. Insgesamt rund 85.000 Euro an Unterstützungsleistungen wurden daher für Biber-Schäden beschlossen. Rund 24.000 Euro werden für Bären-Schäden ausbezahlt.
Wesentliche Qualitätssteigerung für Betroffene
Seit fünf Jahren erfolgt die Abwicklung der Schadensanträge nun über den gesetzlich verankerten Wildschadensfonds. Davor gab es lediglich Kulanzzahlungen aus dem Naturschutz, wobei hier jährlich nur etwa zehn Anträge bewilligt wurden. Seit Einrichtung des Fonds stammt das gesamte Budget nun aber ausschließlich aus Jagd- und Agrarmitteln und wurde laufend aufgestockt. „Zurückblickend kann man durch den Wildschadensfonds von einer wesentlichen Qualitätssteigerung für die Betroffenen sprechen“, betonte Gruber.