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Millionen-Schulden: Grazer SOLID Solar Energy Systems insolvent

Das Grazer Unternehmen "SOLID Solar Energy Systems GmbH" meldete am heutigen Mittwoch, dem 6. Dezember, Insolvenz an. Die Schulden belaufen sich auf fast 5 Mio. Euro.

von Sabrina Tischler
Sabrina Tischler Online Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(406 Wörter)

Der Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens wurde von „SOLID Solar Energy Systems GmbH“, mit Sitz in Graz, bereits am heutigen Mittwoch, dem 6. Dezember, beim Landesgericht eingebracht. Mit der Eröffnung des Verfahrens ist dann im Laufe des morgigen Donnerstags zu rechnen.

Auffanggesellschaft einer insolventen Gesellschaft

„Das Unternehmen wurde im Jahr 2019 als Auffanggesellschaft der insolventen S.O.L.I.D. Gesellschaft für Solarinstallationen und Design mbH gegründet. Im Zuge der Übernahme wurden Projekte, die Markenrechte etc. erworben sowie insbesondere die Arbeitskräfte übernommen“, informiert der Alpenländische Kreditorenverband (AKV). „SOLID Solar Energy Systems“ befasst sich mit der Planung, den Bau und den Betrieb von Solaranlagen für Heizung, Kühlung und Stromerzeugung im gewerblichen und industriellen Bereich.

Projekte auf der ganzen Welt

Schließlich folgten dann Projekte in Europa und in den USA, wie zuletzt die größte Freiflächen-Solarthermieanlage Österreichs in Mürzzuschlag Ende September 2023. Insbesondere die Projekte in den USA dürften zu einer massiven Baukostenüberschreitung geführt haben. In Europa sei es zu Auftragsverschiebungen gekommen. „Die dadurch verursachten negativen Auswirkungen auf die Liquidität des Unternehmens haben nunmehr zur Zahlungsunfähigkeit geführt“, fügt der AKV hinzu. Das Unternehmen hält Beteiligungen an mehreren Tochtergesellschaften in Europa, Asien und USA.

Fast 5 Millionen Euro Schulden

Laut AKV „auffallend“ ist, dass das Grazer Unternehmen 2022 ein positives Betriebsergebnis verzeichnete, 2023 aber nicht – es seien erhebliche Wertberichtigungen, wie Schadenersatzforderungen von Auftraggebern, erforderlich geworden. Die Verbindlichkeiten belaufen sich demnach auf 4.487.000 Millionen Euro, 2 Millionen Euro davon entfallen auf Bankverbindlichkeiten, 1,15 Millionen Euro sind Lieferverbindlichkeiten. Die Aktiva werden mit lediglich 171.100 Euro in Ansatz gebracht. Die Position der Beteiligungen an den Tochtergesellschaften sei hier zu hinterfragen. „Das Unternehmen finanzierte sich auch über Crowd-Funding, wobei es sich hierbei um nachrangige Forderungen handeln dürfte. Das Volumen beträgt 1.274.500 Euro welche Summe in den obigen Passiva nicht enthalten ist.“

Investor soll für „Rettung“ sorgen

Derzeit sind in dem Unternehmen 30 Dienstnehmer beschäftigt. Eine Fortführung über einen Investor wird angestrebt. „Dieser potenzielle Investor soll eine Haftungserklärung für allfällige Fortführungsverluste bis zum Betrag von 150.000 Euro abgeben und sollen auch entsprechende liquide Mittel für einen Fortbetrieb zur Verfügung gestellt werden“, so der AKV. Der Sanierungsplan sieht eine Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren vor. „Auch hier soll der potenzielle Investor eine“ Auch hier soll der potenzielle Investor seine prinzipielle Bereitschaft in Aussicht gestellt haben, die Sanierungsplanquote zu finanzieren.“

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