In Wien verteilt künftig das „Hunde-Team“ Strafen
Eine Vierbeiner-Patrouille streift künftig durch die Wiener Parks und Hundezonen. Bei Verstoßen
In Wien werden Hundehalterinnen und -halter im kommenden Jahr Bekanntschaft mit einem neuen Kontrollorgan machen können – dem „Hunde-Team“. Die neue Einheit wurde am Donnerstag von Tierschutzstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) präsentiert. Sie wird beratend und kontrollierend etwa in Parks und Hundezonen unterwegs sein. Notfalls dürfen die Mitglieder des Teams auch strafen, wie betont wurde.
Strafen dürfen ausgeteilt werden
Bei Verstößen können Organmandate bis zu 50 Euro verhängt werden. Gröbere Pflichtverletzungen kann die Vierbeiner-Patrouille auch zur Anzeige bringen. Kontrolliert werden etwa die Einhaltung der Leinen- bzw. Maulkorbpflicht. Insgesamt sollen 20 Personen ab 2024 in der Stadt unterwegs sein.
Das wird kontrolliert
Czernohorszky verwies darauf, dass Wien eine Stadt der Hundeliebhaber ist. Statistisch verfügt jede 35. Person über ein solches Tier – von denen es rund 57.000 in der Stadt gibt. Die Halter müssen sich an eine Reihe von Vorschriften halten, also etwa beachten, dass ihre Tiere Maulkorb oder Leine tragen müssen. Auch müssen die Hunde gechipt und registriert sein. Hundeabgabe ist ebenfalls zu zahlen. Das Team kann weiters den Hundeführschein kontrollieren, den Personen benötigen, die mit sogenannten Listenhunden – also mit gefährlich eingestuften Hunden – Gassi gehen.
Wurde der Hund gechipt?
Laut Ruth Jily, die Leiterin des Veterinäramts, wird immer wieder festgestellt, dass die Hunde nicht wie vorgeschrieben in der Heimtierdatenbank erfasst sind. Das mache sich etwa bemerkbar, weil entlaufene oder auch ausgesetzte Hunde dann auch durch Auslesen ihres Chips nicht einem Besitzer zugeordnet werden können. Das Hunde-Team soll darum auch kontrollieren, ob registriert wurde. Das Service soll im kommenden Jahr von März bis Oktober zudem gratis angeboten werden. (APA/RED 7.12.2023)