Mord an Ex-Politiker: 75-Jähriger war schon seit einer Woche tot
Am gestrigen Mittwoch wurde eine männliche Leiche in einem Haus in Völs entdeckt. Die Obduktion bestätigt nun die Identität: Es handelt sich um den ehemaligen Vizebürgermeister, Walter Kathrein.
Die Obduktion hat am heutigen Donnerstag, dem 7. Dezember, die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Bei dem Toten handelt es sich um den ehemaligen Vizebürgermeister Walter Kathrein. Der 75-jährige Ex-Gemeindepolitiker wurde vor einer Woche als abgängig gemeldet. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde ein „Unglücksfall“ befürchtet, hatte es geheißen.
Bereit seit einer Woche tot
Am Mittwoch, dem 6. Dezember, fand man schließlich seine Leiche in einem Haus in Völs. Laut Polizei starb er aufgrund einer „massiven Gewalteinwirkung im Bereich des Kopfes“ und das offenbar bereits vor einer Woche.
Verdächtiger beichtete alles seinem Freund
Noch am selben Tag des Leichenfunds wurde ein Verdächtiger, ein 51-jähriger Mann, festgenommen. Die Ermittler waren ihm auf die Spur gekommen, weil ein Hinweis eingegangen war. Der Tatverdächtige hatte sich nämlich einem Bekannten anvertraut, der sich an die Polizei wandte.
Leiche in leer stehendem Gebäude gefunden
In Völs angekommen, führte der Mann die Ermittler nach seiner Festnahme zu einem leer stehenden Nebengebäude auf seinem Grundstück, erklärte Ermittler Philipp Rapold. Dort sei die Leiche schließlich entdeckt worden. Über eine mögliche Tatwaffe wollten die Beamten „aus ermittlungstaktischen Gründen“ indes nichts sagen.
Motiv und Tathergang werfen Rätsel auf
Der Verdächtige konnte wegen seines psychischen Zustandes vorerst noch nicht einvernommen werden. Über das Motiv und den genauen Tathergang war daher weiter nichts bekannt – 5 Minuten berichtete. Wie die Leiterin des Landeskriminalamts, Katja Tersch, zur APA sagte, kannten sich die beiden Männer bereits „seit einiger Zeit“, waren aber nicht miteinander verwandt.
Gericht entscheidet am Freitag über U-Haft oder nicht
Am Donnerstagnachmittag werde eine weitere Einvernahme in Angriff genommen, spätestens am Freitag muss ein Gericht über U-Haft oder Unterbringung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum entscheiden. (APA/ RED 7.12.2023)