Skip to content
/ ©KPÖ Graz
Bild auf 5min.at zeigt (vlnr.) Kirschner, Kahr, Majcan, Bekhit, Ender.
(v.l.n.r.) Kirschner, Kahr, Majcan, Bekhit, Ender

Mit Nachdruck: „Stopp-Gewalt“-Tafeln als dringender Weckruf

Die Stadt Graz geht nach den 16 Tagen gegen Gewalt nicht zur Tagesordnung über. 20 Verbots-Tafeln wurden in Graz angebracht - diese sollen das Thema präsent halten.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(491 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Bürgermeisterin und Frauenstadträtin Elke Kahr, Anna Majcan, die Geschäftsführerin des Grazer Frauenrats, Doris Kirschner, die Leiterin des Referats Frauen & Gleichstellung und Frau Barbara Ender, Referatsleiterin im Straßenamt haben heute eine Maßnahme gegen Gewalt an Frauen vorgestellt: Ab sofort stehen an mehreren Plätzen der Stadt Graz Verbotstafeln mit der Aufschrift „STOPP GEWALT“. Auf einer Zusatztafel ist der Text „Keine Gewalt gegen Frauen“ in deutscher und englischer Sprache zu lesen und es sind die Telefonnummern von Frauenhelpline und Männernotruf abgedruckt.

Tafeln werden an diversen Plätzen angebracht

„Die Gewalt an Frauen hat zugenommen. Daher ist es für uns wichtig, nicht nur die 16 Tage gegen Gewalt zu haben. Es braucht darüber hinaus Maßnahmen, um das Thema präsent zu halten. Die Tafeln im öffentlichen Raum machen niederschwellig auf das Thema aufmerksam. Betroffene Frauen, die immer wieder daran vorbeikommen, geben sich dann vielleicht einen Ruck und rufen an“, sagte Bürgermeisterin Kahr. „Deshalb werden die – vorerst 20 – Tafeln an diversen Plätzen, also am Lendplatz, am Kaiser-Josef-Platz, am Hofbauerplatz, in Mariatrost, in Andritz usw. aufgestellt. Und in der Zukunft ist geplant, dieses Projekt weiter auszuweiten, etwa auf Parks oder Einkaufszentren, zum Beispiel den Citypark.“

Bild auf 5min.at zigt ein "Stopp Gewalt" Schild in Graz.
©KPÖ Graz

Idee stammt aus Spanien

Doris Kirschner ergänzte: „Wir wollen das Thema dauerhaft im Bewusstsein der Bevölkerung halten. Daher suchen wir verschiedene Kommunikationswege, um Betroffene zu erreichen.“ Ab dem Frühjahr sollen die Tafeln eingemauert werden. Darüber hinaus bietet die Stadt Graz an, die Tafeln auch Privaten zur Verfügung zu stellen. Interessierte können sich einfach beim Referat Frauen & Gleichstellung melden. Die Idee der Tafeln im öffentlichen Raum hat Anna Majcan, die Geschäftsführerin vom Frauenrat, aus Spanien mitgebracht. „Ich wollte dieses starke Zeichen gegen Gewalt im öffentlichen Raum auch in Graz haben und bin froh, dass es so gut geklappt hat“, sagte sie. Barbara Ender versicherte: „Wir unterstützen dieses Projekt sehr gerne. Denn wir brauchen Multiplikator:innen im Kampf gegen Gewalt an Frauen.“ Alle damit befassten Stellen, vom Marktamt über das Straßenamt bis zur Holding, haben bereitwillig mitgeholfen, dass das Projekt so rasch realisiert werden konnte.

„Gewalt an Frauen geht uns alle an“

Auch die SPÖ betont in einer Presseaussendung: „Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache!“ Deshalb wird von der Bundesregierung folgendes gefordert: Ein nationaler Aktionsplan mit einer Gesamtstrategie zum Schutz von Frauen, ein permanenter Krisenstab von Innen-, Frauen- und Justizministerium sowie der Gewaltschutzeinrichtungen, die sofortige Umsetzung der Gewaltschutzambulanzen bundesweit, mehr Hochrisikofallkonferenzen, 228 Millionen Euro für den Gewaltschutz und 3000 Vollzeitstellen in Beratungseinrichtungen sowie den Ausbau der Frauen- und Mädchenberatungsstellen mit solider Basisfinanzierung durch den Bund. „Wie lange will die Bundesregierung noch tatenlos zusehen, während Männer Frauen töten? Österreich ist das einzige EU-Land, in dem mehr Frauen ermordet werden als Männer. Damit können und werden wir uns nicht abfinden“, so Floria Dreisiebner, Lena Hofbauer und Carina Mayerhofer-Leitner von der SPÖ.

Bild auf 5min.at zeigt eine Initiative der SPÖ um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen.
©JG Steiermark |
Carina Mayerhofer-Leitner, Lena Hofbauer, Floria Dreisiebner
Bild auf 5min.at zeigt eine Initiative der SPÖ um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen.
©JG Steiermark
Bild auf 5min.at zeigt eine Initiative der SPÖ um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen.
©JG Steiermark |
Lea Gailhofer (SJ Graz), Anna Robosch (SPÖ GR in Graz), Maja Höggerl (VSStÖ)
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 08.12.2023 um 07:37 Uhr aktualisiert
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes