Unfälle kosten Kärnten Millionen: Diese Gemeinde muss am meisten zahlen
Verkehrsunfälle verursachen viel menschliches Leid und auch sehr hohe Kosten. Eine aktuelle VCÖ-Analys zeigt, dass die Unfälle in Kärnten im Vorjahr volkswirtschaftliche Kosten in der Höhe 569 Millionen Euro verursacht haben.
Gegenüber dem Jahr 2021 nahmen die Unfallkosten im Jahr 2022 um knapp mehr als 120 Millionen Euro ab, informiert der VCÖ. Für heuer ist mit einer Zunahme der Unfallkosten zu rechnen. Innerhalb Kärntens waren die Unfallkosten in Klagenfurt am höchsten. Der VCÖ betont, dass verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen sowohl menschliches Leid verhindert als auch die Kosten reduziert.
Traurige Opferbilanz
21 Tote und 3.252 Verletzte, davon 630 schwer, das war die traurige Opferbilanz des Straßenverkehrs im Vorjahr. „Verkehrsunfälle verursachen großes Leid und auch hohe volkswirtschaftliche Kosten“, stellt VCÖ-Expertin Lina Mosshammer fest. Auf Basis der heuer veröffentlichten Unfallkostenrechnung Straße betrugen die volkswirtschaftlichen Kosten der Verkehrsunfälle mit Personenschaden in Kärnten im Vorjahr 569 Millionen Euro, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt.
Kosten der einzelnen Gemeinden
Klagenfurt: 83 Mio. Euro
Bezirk Spittal an der Drau: 74 Mio. Euro
Villach: 73 Mio. Euro
Bezirk Villach Land: 63 Mio. Euro
Bezirk Klagenfurt Land: 62 Mio. Euro
Bezirk Wolfsberg: 60 Mio. Euro
Bezirk Sankt Veit an der Glan: 53 Mio. Euro
Bezirk Völkermarkt: 42 Mio. Euro
Bezirk Feldkirchen: 36 Mio. Euro
Bezirk Hermagor: 23 Mio. Euro
Kärnten: 569 Mio. Euro
Quelle: VCÖ auf Basis von Daten BMK und Statistik Austria, 2023
So unterschiedlich die Anzahl der Verkehrsunfälle und der dabei Verunglückten in Kärntens Bezirken ist, so unterschiedlich sind auch die volkswirtschaftlichen Kosten dieser Unfälle. Die VCÖ-Analyse zeigt, dass die Unfallkosten in Klagenfurt mit rund 83 Millionen Euro am höchsten waren, vor dem Bezirk Spittal mit rund 74 Millionen Euro. Im Bezirk Hermagor waren die volkswirtschaftlichen Unfallkosten mit rund 23 Millionen Euro am niedrigsten in Kärnten.
Kosten werden weiter steigen
Für heuer ist mit einer Zunahme der Unfallkosten zu rechnen, nicht nur wegen der Inflation. Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle ist in Kärnten heuer stark gestiegen, seit Jahresbeginn kamen bereits 28 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, um sieben mehr als im gesamten Vorjahr.
Öffi-Ausbau umso wichtiger
Wesentlich sind auch präventive Maßnahmen, wie mehr öffentliche Verkehrsverbindungen, insbesondere auch in den Regionen. „Dass mit dem neuen Fahrplan das öffentliche Verkehrsangebot ausgeweitet wird, ist auch für die Verkehrssicherheit wichtig. Bahn und Bus sind im Vergleich zum Pkw deutlich sicherer„, stellt VCÖ-Expertin Mosshammer fest.
Auch der weitere Ausbau der Rad-Infrastruktur ist ein wichtiger Beitrag für die Verkehrssicherheit, wie auch die Unfallstatistik belegt. Im Vorjahr passierte auf Österreichs Radwegen kein einziger tödlicher Radunfall, informiert der VCÖ.