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/ ©Bettina Nikolic

Hier gibt es in Kärnten die meisten Arbeitslosen

Eine AMS-Statistik zeigt, dass im November die Zahl der Arbeitslosen im November um 0,6 Prozent leicht gestiegen ist. Beschäftigtenstand bleibt weiter
auf hohem Niveau. Doch wo in Kärnten gibt es die meisten Arbeitslosen?

von Redaktion 5 Minuten
3 Minuten Lesezeit(603 Wörter)

„Auch zum Jahresende hin zeigt sich der Kärntner Arbeitsmarkt sehr stabil: Der Beschäftigtenstand bleibt weiter auf hohem Niveau, während die Zahl der Arbeitslosen im November um 0,6 Prozent leicht gestiegen ist. Damit verzeichnen wir im Bundesländerranking die geringste Zunahme. Zum Vergleich: Österreichweit hat die Arbeitslosigkeit um 7,1 Prozent zugelegt. Inklusive Schulungsteilnehmer beträgt der Anstieg in Kärnten 2,8 Prozent damit liegen wir in der Zunahme an zweiter Stelle (nach Tirol). Insbesondere bei Frauen konnte Arbeitslosigkeit abgebaut werden; zurückzuführen ist das auf die Bereiche Fremdenverkehr, Reinigung und Gesundheit. Regional betrachtet zeigen sich Abnahmen in Spittal/Drau, Völkermarkt, Villach und Wolfsberg. Die Jugendarbeitslosigkeit ist um 8,2 Prozent gestiegen; Kärnten liegt hier unter dem Österreichschnitt von +14,5 Prozent. Abnahmen gibt es weiterhin bei Langzeitarbeitslosen (-14,5 Prozent; über ein Jahr vorgemerkt) und bei über 50-Jährigen (-2,7 Prozent). Bei Letzteren nahm die Arbeitslosigkeit österreichweit um 0,5 Prozent zu. Trotz eines Rückgangs im November sind nach wie vor rund 6.200 Stellen beim AMS Kärnten gemeldet. Somit gibt es nach wie vor sehr gute Chancen für Menschen auf Arbeitsuche“, sagt Peter Wedenig, Geschäftsführer des AMS Kärnten.

Wo gibt es die meisten Arbeitslosen?

Wie es zu erwarten war, gibt es in Kärntens Landeshauptstadt die meisten Arbeitslosen. Hier sind 5.419 Personen ohne Beschäftigung, das sind 260 mehr als im Vorjahr. Knapp darauf folgt Villach mit 4.606 Arbeitslosen. Die wenigstens Beschäftigungslosen gibt es in Hermagor zu verzeichnen.

Foto in Beitrag von 5min.at: Das Bild zeigt eine Statistik des AMS zu den Arbeitslosen in Kärnten
©AMS Kärnten

Unselbständige Beschäftigung

Der heimische Arbeitsmarkt erweist sich weiterhin als sehr robust. Die Beschäftigung wird auf 221.000 Beschäftigte (+0,2 Prozent zum Vorjahresmonat) geschätzt. Für November 2023 liegt die geschätzte Arbeitslosenquote bei 7,3 Prozent – gleich wie im Vorjahresmonat. Die Quote der Männer und Frauen ist gleich (7,3 Prozent). Der Österreichschnitt beträgt 6,5 Prozent (0,4 Prozent-Punkte mehr als im Vorjahresmonat). Im November 2023 steigt die Zahl der Personen auf Arbeitssuche um 107 bzw. 0,6 Prozent auf 17.404 gegenüber dem Vorjahresmonat leicht an. Inklusive der Schulungsteilnehmer verzeichnet Kärnten 20.388 arbeitslose Personen. Die weiterhin starke Zunahme bei den Schulungsteilnehmer von 17,9 Prozent lässt sich überwiegend auf Ausbildungen im Bereich der Pflege zurückführen. Die absolute Zunahme bei den Vorgemerkten betrifft vor allem die Berufsgruppen Bau, Büro und Technik. Im Einzelnen bewegen sich die prozentuellen Rückgänge bzw. Zunahmen in den Regionalstellen zwischen -4,7 Prozent in Spittal/Drau und 11,1 Prozent in Feldkirchen. Die Arbeitslosenabnahme ist weiterhin weiblich. Mit -366 bzw. -3,9 Prozent Frauen sinkt die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat auf 8.232 Personen. Die stärkste absolute Abnahme der Frauenarbeitslosigkeit findet sich in der Reinigung, der Gesundheit und bei Hilfsberufen. Die Männerarbeitslosigkeit konzentriert sich weiterhin auf die Bereiche Hilfsberufe, Fremdenverkehr und Bau. Die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen ist weiterhin erfreulicherweise rückläufig. 6.863 Arbeitslose über 50 Jahre sind derzeit beim AMS Kärnten vorgemerkt. Dies bedeutet wieder einen Rückgang um 2,7 Prozent zum Vorjahresmonat (Österreichschnitt +0,5 Prozent). Mit 14,5 Prozent weniger langzeitarbeitslosen Personen über ein Jahr verzeichnet Kärnten 2.457 Langzeitarbeitslose.

Foto in Beitrag von 5min.at: Das Bild zeigt eine Statistik des AMS zu den verfügbaren Stellen
©AMS Kärnten

Arbeitslose Jugendliche

In Kärnten sind 1.519 Jugendliche bis 25 Jahre aktuell beim AMS Kärnten vorgemerkt. Zum Vorjahresmonat bedeutet dies eine Zunahme um 8,2 Prozent bzw. 115 Personen. Damit befindet sich Kärnten unter dem Österreichschnitt (+14,5 Prozent). Die Zahl an offenen Stellen sinkt auch im November 2023 um 14,8 Prozent auf 6.183. Einzig eine Zunahme der Nachfrage an Arbeitskräften verzeichnen die Bereiche Holz und Gesundheit. Im November 2023 gibt es 374 Lehrstellensuchende (+55/+17,2 Prozent), dem stehen 587 offene Lehrstellen gegenüber. Kärntenweit wird ein Minus von 42 bzw. 6,7 Prozent offenen Lehrstellen zum Vorjahresmonat verzeichnet. Knapp drei Viertel der offenen Lehrstellen werden in den Bereichen Fremdenverkehr, Handel und Metall/Elektro nachgefragt. Der Lehrstellenandrang ist mit 0,6 im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht gestiegen (November 2022: 0,5).

Die Arbeitslosenstatistik in Kärnten

In Klagenfurt sind 5.419 Personen ohne Beschäftigung, das sind 260 mehr als im Vorjahr. Knapp darauf folgt Villach mit 4.606 Arbeitslosen. Die wenigstens Beschäftigungslosen gibt es in Hermagor zu verzeichnen.

In Kärnten sind 1.519 Jugendliche bis 25 Jahre aktuell beim AMS Kärnten vorgemerkt. Zum Vorjahresmonat bedeutet dies eine Zunahme um 8,2 Prozent bzw. 115 Personen.

Momentan sind in Kärnten 6.183 offene Stellen verfügbar. Lehrstellen gibt es 587.

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