Alarmierende Ergebnisse: Jeder vierte Reisebus weist Mängel auf
Reisebuskontrollen während der Adventszeit in Graz offenbarten gravierende Sicherheitsmängel. Die steirische Polizei überprüfte Busse, die Besucher zu den Weihnachtsmärkten brachten, und entdeckte alarmierende Defizite.
Während der besinnlichen Adventszeit strömen zahlreiche Besucher nach Graz, um das Ambiente der Weihnachtsmärkte zu erleben. Kontrollen anreisender Busse deckten kürzlich gravierende Sicherheitsmängel auf, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet. Die Kontrollen wurden von der steirischen Verkehrspolizei in Zusammenarbeit mit dem Landesprüfzug und dem Strafreferenten durchgeführt.
19 Fahrzeuge aufgrund von Sicherheitsmängeln gestoppt
Von 92 überprüften Bussen an einem Kontrollpunkt vor dem Murpark mussten 25 genauer untersucht werden. Davon wurden 19 Busse aufgrund schwerwiegender Sicherheitsmängel umgehend aus dem Verkehr gezogen – im Vergleich zu elf Bussen im Vorjahr.
Lenker ohne Bus-Führerschein unterwegs
Chefinspektor Robert Zach betonte die erheblichen Mängel an Bremsen, Karosserie und Reifen bei den untersuchten Bussen. Neben technischen Defekten wurden elf Anzeigen wegen Lenkzeitüberschreitungen ausgestellt. Ein Fahrer war sogar ohne Bus-Führerschein unterwegs.
Strafen in Höhe von 20.000 Euro
Obwohl knapp 20.000 Euro an Strafen verhängt wurden, werden die Konsequenzen der Verstöße angezweifelt. Im Vergleich zu einem Fall in Frankreich, wo für eine 14-minütige Lenkzeitüberschreitung 7.000 Euro fällig wurden, erscheinen die österreichischen Strafen gering.