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Signa-Pleite: Sanierungsverfahren wurde nun eröffnet

Seit einiger Zeit sorgt die Signa Holding GmbH rund um Immobilienmogul René Benko für viele Schlagzeilen. Das Sanierungsverfahren wurde eröffnet.

von Elisa Auer
2 Minuten Lesezeit(366 Wörter)

Die finanzielle Lage der Signa Gruppe spitzte sich immer weiter zu, sodass die Signa Holding GmbH nun schlussendlich Ende November Insolvenz anmeldete. Am heutigen Dienstag, den 12. Dezember 2023 wurde über das Vermögen der SIGNA Informationstechnologie GmbH ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Handelsgericht Wien eröffnet, wie der KSV1870 in einer Aussendung bekannt gibt.

IT-Dienstleistungsgesellschaft

Die SIGNA Informationstechnologie GmbH wurde 2012 gegründet und verfügt über die Gewerbeberechtigungen „Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnologie“ und „Handel mit Computern und Bürosystemen“ für die Standorte 1010 Wien, Freyung 3 und 1020 Wien, Jakov – Lind-Straße 2, meldet der KSV1870. Die Schuldnerin ist die IT-Dienstleistungsgesellschaft für die „SIGNA-Immobiliengruppe“. Sie stellt insbesondere Hard- und Software zur Verfügung und erbringt die damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Schuldnerin war auf eine Zwischenfinanzierung angewiesen

Nachdem die SIGNA Holding GmbH seit dem Jahr 2018 als Alleingesellschafterin der SIGNA Informationstechnologie GmbH fungierte, wurde am 24. Feber 2023 die SIGNA Bravo GmbH & Co KG als 100%ige Gesellschafterin im Firmenbuch eingetragen. Die SIGNA Bravo GmbH & Co KG wurde im Jahr 2022 gegründet und ist die Signa Holding GmbH als Kommanditistin im Firmenbuch eingetragen. Wie der KSV1870 erfahren hat, konnten die von der Schuldnerin innerhalb der „SIGNA- Gruppe“ fakturierten Leistungen nicht mehr bezahlt werden. „Zur Überbrückung der daraus resultierenden Liquiditätsengpässe war die Schuldnerin auf eine von der SIGNA-Holding GmbH zugesagte Zwischenfinanzierung angewiesen. Mit der Insolvenz der SIGNA-Holding GmbH fiel diese wesentliche Finanzierungsquelle für die im operativen Betrieb der Schuldnerin notwendige Liquidität weg“, so der KSV1870.

Verbindlichkeiten liegen bei rund 24,1 Millionen Euro

Die Schuldnerin soll beabsichtigen, das Unternehmen fortzuführen und bietet den Gläubigern eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme an. Dabei soll es sich um die gesetzliche Mindestquote für diese Verfahrensart handeln. „Der Fortbetrieb des Schuldnerunternehmen ist für die gesamte „SIGNA Gruppe“ und somit auch für die bereits insolvente „Signa Holding“ von erheblicher Bedeutung. Es ist davon auszugehen, dass im Zuge des Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung die Dienstleistungen der Schuldnerin reduziert werden“, so Jürgen Gebauer vom KSV1870. Die Verbindlichkeiten liegen laut Schuldnerangaben bei rund 24,1 Millionen Euro (zu Liquidationswerten). Vom gegenständlichen Insolvenzverfahren sind laut Schuldnerangaben 49 Dienstnehmer sowie 154 Gläubiger betroffen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 12.12.2023 um 17:18 Uhr aktualisiert

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