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/ ©PRTrumler/Foto Pachernegg
Mehrere Personen stehen im Freien nebeneinander, im Hintergrund der Portalkran eines Güterterminals.
LH-Stv. Anton Lang und LR Barbara Eibinger-Miedl beim Pressetermin zur Kranerrichtung am Terminal Graz Süd in Werndorf.

Nächster Meilenstein im Terminal Graz Süd-Ausbau steht bevor

Der Terminal Graz Süd in Werndorf wurde 2003 eröffnet und ist somit seit 20 Jahren in Vollbetrieb. Mit der Errichtung der beiden Portalkräne steht nun der nächste Meilenstein im Ausbau der Terminal-Infrastruktur an.

von Anja Mandler
2 Minuten Lesezeit(292 Wörter)

Mit der Eröffnung des Cargo Center Graz im Juni 2003 wurde im Süden von Graz eine wichtige Drehscheibe für den Schienen- und Straßengüterverkehr geschaffen. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich der Standort bestens etabliert. Am Terminal im steirischen Zentralraum werden Waren effizient und umweltschonend verteilt. Damit rückt die Steiermark noch stärker in das Zentrum des europäischen und internationalen Güterverkehrs.

Nächster Meilenstein steht bevor

Im Mobilitätsmasterplan 2030 des Bundesministeriums ist vorgesehen, den Modal Split für die Schiene bis 2040 von derzeit 28 auf 40 Prozent zu erhöhen. Mit der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene trägt der Ausbau des Terminals wesentlich zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele bei. Der nächste Meilenstein in der Realisierung der Umschlagsanlage ist die Errichtung der Krananlagen vier und fünf. Die Aufnahme des Teilbetriebs mit dem ersten Portalkran ist für Mitte April 2024 geplant. Die Gleisbauarbeiten der künftigen Anschlussbahn beginnen im Februar 2024. Aus heutiger Sicht kann die Anschlussbahn Nord planmäßig Ende 2024 in Vollbetrieb gehen. Die Güterterminal Werndorf Projekt GmbH wird bis 2025 rund 100 Millionen Euro investieren. Die Erreichbarkeit des Terminalgeländes mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist mit der Errichtung neuer Haltestellen der Buslinien 681 und 650 sowie dem Anschluss an die S-Bahnen S5 und S6 gegeben.

Die Anschlussbahn Nord in Zahlen:

  • auf 10 ha Grund werden Umschlagplätze für Leer- und Vollcontainer errichtet
  • Gesamtlagerleistung max. 10.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit bzw. Zwanzig-Fuß-Standardcontainer)
  • 5.300 TEU Vollcontainerlagerplatz
  • 2.900 TEU Leercontainerlager
  • 1.850 TEU Stellplätze für Container mit Gefahrgut
  • Begasungs-/Belüftungscontainer
  • Kühl-/Heizcontainer
  • 4 Ladegleise mit einer Länge von 650 m werden errichtet
  • 2 schienengebundene Portalkräne werden gebaut
  • Kranschienenlänge rd. 650 m
  • Hubhöhe rd. 18,5 m
  • Hublast max. 45 Tonnen
  • teil- und vollautomatische Abwicklung

Einbindung der Öffentlichkeit

Während der Errichtungsarbeiten der Anschlussbahn Nord wird besonders auf die Kommunikation mit den AnrainerInnen der Nachbargemeinden Wert gelegt. Nachdem erste Vorinformationen bereits stattgefunden haben, wurde mit Baubeginn auch ein Infotelefon (03135 / 930 88; Mo-Do 8-16 Uhr) eingerichtet. Direkt am Standort befindet sich ein Infobüro. Nach Terminvereinbarungen können Interessierte mit den Projektverantwortlichen Ihre Fragen und Anliegen besprechen. Über wesentliche Baufortschritte wird über Bauinfo-Flyer vorab informiert.

Die Kennzahlen des bestehenden Terminals:

  • 1634 MitarbeiterInnen in den Ost-A9-Standortfirmen
  • 100 ha Gesamtfläche
  • 320.000 m2 Büro- und Warehouseflächen
  • >300 Mio. Euro Investitionsvolumen
  • Anzahl der Unternehmen: 43
  • Warenumschlag: 245.000 TEU/Jahr
  • 4 kranbare Gleise
  • 3 Portalkräne
  • Kapazitätsgrenze derzeit erreicht

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