Chef erschossen: Polizist droht lebenslange Haft
Am 27. Februar 2023 kam es in der Polizeiinspektion Trieben zu einer Bluttat. Ein Polizist wurde ermordet. Der Schütze wird nun angeklagt.
Wie 5 Minuten bereits berichtete kam es Ende Februar 2023 in der Polizeiinspektion Trieben zu einem Zwischenfall mit einer Schusswaffe. Ein Polizist erlitt dabei tödliche Verletzungen. Das Landeskriminalamt Salzburg übernahm die Ermittlungen. Ein 46-Jähriger Polizist dürfte aus seiner Dienstwaffe, einer Glock 17, Schüsse abgefeuert haben. Der 59-Jährige brach daraufhin schwer verletzt zusammen. Zwei weitere in den Räumlichkeiten anwesende Polizeibeamte (ein Mann und eine Frau) setzten die Rettungskette sofort in Gang. Doch für den Verletzten kam jede Hilfe zu spät. Der Polizist verstarb am Tatort.
Mit vier Kugeln getroffen
Auslöser für die Bluttat dürfte ein nicht vorschriftsmäßig protokollierter Arbeitsunfall gewesen sein. Der Chef des Schützen wollte dies melden. Der 46-Jährige verlor daraufhin die Fassung und schoss mit vier Kugeln seinen Vorgesetzten nieder. Drei davon trafen ihn aus unmittelbarer Nähe. Der 46-jähriger Polizeibeamter ließ sich in den Räumlichkeiten widerstandslos festnehmen.
Polizist droht lebenslange Haft
Nun wird der Polizist angeklagt. Wie die „Krone“ berichtet, wurde bereits ein Vorhabensbericht an die Oberstaatsanwaltschaft Graz erstattet. Dieser liege seit 5. Dezember vor. Auch das Justizministerium wird den Bericht überprüfen, bevor er wieder an die Staatsanwaltschaft Leoben zurückgeschickt wird. Dem Schützen droht nun eine lebenslange Haftstrafe.