Mordauftrag gegen Kärntner? Erpresser wollte 1,5 Millionen Euro
Heute musste sich ein Deutscher wegen des Vorwurfs der schweren Erpressung vor Gericht verantworten. Er soll mehrere Personen zur Überweisung von Bitcoins im Wert von 1,5 Millionen Euro genötigt haben.
„Sie stehen auf der Todesliste einer russischen Tätergruppe.“ So oder so ähnlich dürfte im Juni 2023 jenes Gespräch mit einem Hausbesitzer aus dem Bezirk Villach-Land abgelaufen sein, das ein Deutscher mit ihm vor seiner Haustür geführt haben soll. Daraufhin soll der Deutsche die betroffene Person zu einer Zahlung von 60 Bitcoins (Gegenwert damals ungefähr 1,5 Millionen Euro) genötigt haben – der Preis für den Personenschutz durch „die deutsche Kriminalpolizei“. Er selbst hatte sich als Polizeibeamter des deutschen Bundeskriminalamtes ausgegeben.
Auch weitere Person betrogen?
Darüber hinaus wird ihm außerdem noch zur Last gelegt, dass er eine Person, die bereits durch Kryptobetrug geschädigt war, zur Zahlung von Spesen in der Höhe von 3.000 Euro für seine Recherchen herausgelockt zu haben.
In Veldener Hotel von Cobra festgenommen
Die Festnahme lief Ende Juni dieses Jahres jedenfalls spektakulär ab. Der Deutsche hatte sich nämlich am 28. Juni immer noch in Kärnten aufgehalten und wurde in einem Veldener Hotel von der Cobra festgenommen – mehr dazu hier. Nun muss er sich heute am Landesgericht Klagenfurt vor Richter Manfred Herrnhofer wegen versuchter schwerer Erpressung und schweren Betrugs verantworten.
Zwei Jahre Haft
Die Verhandlung war für den ganzen Tag angesetzt, das Urteil fiel aber bereits zur Mittagszeit. Wie die Kleine Zeitung berichtet, wurde der Mann zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Da die Staatsanwaltschaft jedoch keine Erklärung abgab, ist es noch nicht rechtskräftig.