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Damit Weihnachten nicht im Feuer-Desaster endet: Das sollest du beachten

„Alle Jahre wieder…“ steht neben dem Christkind oft auch die Feuerwehr vor der Tür. Alleine in Kärnten werden Kerzenflammen dutzende Male zu „Brandstiftern“ und verwandeln das Weihnachtsfest in ein verheerendes Weihnachtsfeuer.

von Janine Ploner
Janine Ploner 5 Minuten Online Redaktion
2 Minuten Lesezeit(410 Wörter)

Obwohl der 24. Dezember heuer mit dem 4. Adventsonntag zusammentrifft und die „offizielle“ Adventszeit besonders kurz ausfällt, ändert sich nichts an der überdurchschnittlich hohen Brandgefahr, die rund um Weihnachten in den heimischen Haushalten herrscht. Insbesondere ein Christbaumbrand gilt als „Worst-Case-Szenario“. Damit es erst gar nicht so weit kommt, raten die Experten der Brandverhütungsstelle Kärnten zur Vorsicht im Umgang mit offenen Kerzenflammen und deren Ersatz durch sichere Alternativen.

Mangelnde Abstände zu allem Brennbaren

In den meisten Fällen liegen die Gründe für diese Brände im unbeaufsichtigten Brennen lassen von Kerzen oder bei zu geringen Sicherheitsabständen. Letztlich sind es also fast immer mangelnde Vorsicht und Leichtsinn, die zu Adventkranz-, Christbaum- oder andere durch Kerzenflammen ausgelösten Bränden führen. Die gute Nachricht lautet, dass sich genau deswegen sehr viele dieser Brände mit einfachen Maßnahmen vermeiden lassen. Besonders häufig passiert es, dass Adventkränze in Brand geraten. „Oftmals genügt es schon, mit einer Löschdecke oder mit einer Jacke die Flammen zu ersticken. Auch ein Krug Wasser leistet gute Dienste, um den Adventkranzbrand im Erststadium zu löschen“, erklärt Michael Schneider, Leiter der Brandverhütungsstelle Kärnten. Darin liegen auch die Gründe, weshalb die Dunkelziffer bei Adventkranzbränden besonders hoch ist.

Damit Weihnachten nicht im Feuer-Desaster endet: Das sollest du beachten
©pixabay/Alexandra Koch

Christbaumbrände: Nur 10 Sekunden bis zum Vollbrand

Besonders gefährlich wird es, wenn der Christbaum in Brand gerät. Einerseits sorgt das trockene Reisig für eine rasend schnelle Brandausbreitung. Andererseits verfügt ein Christbaum über genügend Brandlast, um das Geschehen rasch außer Kontrolle geraten zu lassen. „Hat die Flamme einer Christbaumkerze erst einmal auf den Baum übergegriffen, bleiben nur mehr wenige Augenblicke Zeit für einen Löschversuch“, betont Oswald Murisciano, stellvertretender Leiter der Brandverhütungsstelle Kärnten: „In nur zehn Sekunden kann sich der Baum in Vollbrand befinden, nur wenige Augenblicke später steht dann das ganze Zimmer in Flammen!“

Tipps zur Brandvermeidung an Weihnachten:

  • Bewahre Christbäume bis zum Fest möglichst im Freien auf und stell das Schnittende in Wasser oder Schnee
  • Halte immer einen Eimer Wasser oder noch besser einen tragbaren Feuerlöscher bereit
  • Auf möglichst große Abstände zwischen Kerzen und allen brennbaren Deko-Materialien achten
  • Spritzkerzen müssen unbedingt frei hängen
  • Beachte auch das Verhalten deiner Haustiere

Lichterketten: Die sichere Alternative

Trotz der besonderen Gefährlichkeit eines Christbaumbrandes muss nicht gänzlich auf den leuchtenden Christbaum verzichtet werden. Beispielsweise sei es ein guter Kompromiss, den Baum mit Kerzen und (z.B. LED-) Lichterketten zu schmücken. Am Heiligen Abend die Kerzen und später nur noch die elektrische Lichterkette zu entzünden. „Lassen Sie brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt, achten Sie auf ausreichende Abstände der Kerzenflammen zu allen brennbaren Materialien und halten Sie eine geeignete Löschhilfe bereit“, erklärt Michael Schneider.

Tipps zur Verwendung von elektrischen Lichterketten:

  • Kaufe Lichterketten nur aus sicheren Quellen, bei denen man Ware auch reklamieren kann
  • Kaufe Lichterketten mit Transformator oder Netzteil
  • Verwende möglichst Lichterketten mit LED – wegen Stromverbrauch
  • Beachte unbedingt die Gebrauchs- und Sicherheitshinweise
  • Tausche defekte Leuchtmittel aus und verwende für den Außenbereich geeignete Verlängerungskabel und Stecker
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 19.12.2023 um 14:39 Uhr aktualisiert
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