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/ © Steve Buissinne/Pixabay

AK-Geldtipps: So bleibt das Geldbörsel etwas voller

Steigende Inflation, Mieten, Strom - und Gaspreise bringen Österreicher finanziell an ihre Grenzen. Die Spezialisten geben nun hilfreiche Tipps, wie du bei Krediten, Konten und Versicherungen etwas Geld sparen kannst.

von Elisa Auer
Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
3 Minuten Lesezeit(513 Wörter)

Viele Menschen müssen aufs Geld schauen und bei einigen wird es gegen Ende des Monats oft sehr eng. Bei den monatlichen Ausgaben für Konto, Kredit und Versicherungen kann Geld herausgeholt werden genauso wie beim Sparen und Investieren. Vergleichen und umschichten bringt’s – so ist etwa bei einem Girokonto-Wechsel ein Plus von bis zu 400 Euro pro Jahr drinnen.

Hohe Überziehungskosten bei Girokonto vermeiden

Vermeide eine Kontoüberziehung bei eher hohen Minuszinsen. Wenn es gar nicht anders geht, nur für kurze Zeit das Konto überziehen, so der Tipp der Experten. Ein permanentes Minus ist teuer – die Überziehungszinsen betragen derzeit 5,9 bis 13,50 Prozent. Ein Beispiel: Ein Kontoinhaber ist im Jahresschnitt mit 3.000 Euro im Minus. Er zahlt 13,50 Prozent für seine Kontoüberziehung – das sind Sollzinsen von 405 Euro pro Jahr. Bei jährlichen Sollzinsen von 5,9 Prozent pro Jahr wären das 177 Euro im Jahr. Ersparnis bei einem Minus von 3.000 Euro von rund 230 Euro pro Jahr bei einem niedrigerem Zins.

Zahlst du zu hohe Spesen für dein Girokonto?

Prüfe regelmäßig die Spesen und Zinsen am Gehaltskonto – eventuell hast du ein Konto mit hohen Spesen, niedrigen Haben- und hohen Sollzinsen. Sollte dies der Fall sein, dann erwäge einen Wechsel in ein anderes Kontoprodukt bei deiner Bank oder gar einen Bankwechsel. Die Kostenunterschiede zwischen einem Gehaltskonto (Normalnutzer:innen 280 Buchungen pro Jahr) betragen zwischen 0 Euro (Gratiskonto) und 402 Euro pro Jahr (Quelle: AK Bankenrechner). Wer sein Konto wechselt, kann bis zu rund 400 Euro pro Jahr sparen.

Prüfe deine Zinsen am Sparbuch!

Lasse die Zinsen fürs abgelaufene Jahr am Sparbuch nachtragen und prüfe die Höhe der Zinssätze bei deinen variabel verzinsten Sparbüchern. Zinsen vergleichen und gegebenenfalls umschichten, wird empfohlen- Die Bandbreite beträgt 0,01 bis 3,5 Prozent. Ein Beispiel: Bei einem Zinssatz von 0,02 Prozent verzinsen sich 7.000 Euro in einem Jahr mit 14 Euro (abzüglich Kapitalertragssteuer). Die Umschichtung auf ein besser verzinstes täglich fälliges Sparkonto mit zwei Prozent bringt 140 Euro (abzüglich Kapitalertragssteuer) – ein Plus von 126 Euro pro Jahr.

Privatkredit: Verhandle über Spesen und Zinsen

Beim Privatkredit kannst du viel sparen, wenn du über Zinsen und Spesen verhandelst. Hierbei gilt das Credo: Mehrere Angebote einholen. Alleine bei der einmalig verrechneten Bearbeitungsgebühr gibt es eine Bandbreite von null bis drei Prozent. Ein Beispiel: Bei einem Kredit von 10.000 Euro (fünf Jahre Laufzeit) betragen die Bearbeitungsspesen zwischen null und 300 Euro. Die Bandbreite der Effektivzinsen bei einem Online-Kredit macht zwischen 7,4 und 11,46 Prozent aus. Bei einem 10.000 Euro-Konsumkredit (fünf Jahre Laufzeit, Effektivzinssatz 11,3 Prozent) können rund 1.030 Euro an Zinsen und Spesen gespart werden.

Kontrolliere deine Spesen bei Versicherungen

Überprüfe alle laufenden Verträge auf Unterjährigkeitsspesen und stelle eventuell nach Rücksprache mit deinem Versicherer die Bezahlweise um. Die monatliche („unterjährige“) Zahlung der Prämie (statt der Jahresprämie, die grundsätzlich im Vorhinein fällig ist) kann erhebliche Unterjährigkeitsspesen (prozentueller Zuschlag auf die Versicherungsprämie) kosten. Ein Beispiel: Bei der Umstellung der Zahlung der Lebensversicherung von 100 Euro pro Monat (Restlaufzeit zehn Jahre) auf eine Jahresprämie ist eine Ersparnis von rund 570 Euro drinnen.

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