Nächste Millioneninsolvenz: Pleitewelle hat Kärnten erfasst
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) hat heute bekanntgegeben, dass über das Vermögen der "IPAC Improve Process Analytics and Control GmbH" in Villach ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde.
Bei dieser Insolvenz handelt es sich alleine am heutigen Mittwoch, den 20. Dezember, um die bereits vierte bekanntgewordene Insolvenz in Kärnten. Diese jetzt ist jedoch die bisher größte mit Passiva von über vier Millionen Euro. Die Überschuldung beträgt nach Abzug der Aktiva immer noch 2,8 Millionen Euro. Von der Insolvenz sind 30 Gläubiger und 13 Mitarbeiter betroffen. Der Betrieb soll nach einer Sanierung aber fortgeführt werden und damit auch die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Ein Sanierungsplan mit einer Quote von 30 Prozent wurde bereits bei Gericht eingebracht.
Damit beschäftigt sich das Unternehmen
Die Gesellschaft wurde bereits im Jahr 2002 gegründet und befasst sich mit dem Geschäftszweig der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik. Die Schuldnerin soll Technologieführer sowohl für die industrielle Farbmesssung als auch für die Optimierung und Automatisierung von Druckprozessen in der Herstellung von dekorativen Oberflächen sein.
Corona als Mitgrund für Pleite
Ursache für die Insolvenz sind laut Antrag die starken Veränderungen in der weltweiten Dekorindustrie. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, hat man in den vergangenen fünf Jahren überdurchschnittlich investiert – dann kam aber die Corona-Pandemie. Das Umsatzpotenzial konnte daraufhin nicht mehr genutzt werden. Nach der Pandemie kam es zum Einbruch in den Märkten der Bau-, Möbel- und Fußbodenindustrie. Im Jahr 2023 folgten dann dadurch weitere Umsatzeinbußen – bis zur Pleite.