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Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Justizzentrum Leoben

Prozess um Anschlag auf Asylquartier wurde vertagt

Der Prozess gegen drei Männer wegen eines vor 13 Jahre bei einer Flüchtlingsunterkunft in Graz explodierten Sprengsatzes ist am Mittwoch vertagt worden. Die für Donnerstag anberaumte Fortsetzung wurde abgesagt.

von Sabrina Tischler
Sabrina Tischler Online Redaktion 5 Minuten
1 Minute Lesezeit(229 Wörter)

Am 11. Oktober 2010 war gegen 1.40 Uhr eine Detonation am Eingang des Flüchtlingsheims in Graz zu hören. 35 Bewohner und eine Betreuerin wurden aus dem Schlaf gerissen. Ein damals 49-jähriger Georgier stürzte und verletzte sich, als er nachschauen gehen wollte. Ansonsten gab es zwar keine Verletzten, aber der rohr- oder dosenförmige Sprengkörper wäre laut damaligen Ermittlungen imstande gewesen, Menschen schwer zu verletzen. Der Sprengsatz war – wie man heute weiß – mit Schwarzpulver versehen.

Überraschende Wendung

Am ersten Prozesstag hatte der 29-jährige gebürtige Niederösterreicher sein anfängliches Geständnis überraschend zurückgezogen – 5 Minuten berichtete. Er will nun doch gar nicht einmal am Tatort gewesen sein. Seine Angaben, wonach die anderen beiden Männer auch beteiligt waren, zog er ebenfalls zurück. Allerdings verstrickte sich der 29-Jährige danach bei der Befragung durch Richterin Sabine Anzenberger immer weiter in Widersprüche.

Mehr Zeugen werden geladen

Nach der Befragung einer Reihe von Zeugen wurde die Verhandlung am Mittwoch auf Februar vertagt. Dann sollen jene Zeugen, die sich wegen Krankheit entschuldigen haben lassen, geladen, sowie auch noch neue Zeugen. Die für Donnerstag anberaumte Fortsetzung wird demnach vertagt. Zudem soll ein kriminaltechnisches Gutachten erstellt werden, das prüft, ob der Angeklagte auf den vorliegenden Fotos aus einer Überwachungskamera nahe des Flüchtlingsheims zu identifizieren ist. (APA, red 20.12.2023)

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