Falsches Fahndungsfoto: Jetzt wird Villacherin entschädigt
Eine tolles Christkindl gab es jetzt für eine Villacherin, die von einer Bank als Betrügerin zu unrecht verdächtigt wurde: Das Institut überwies ihr jetzt 8.000 Euro.
Es passierte heuer am 29. Oktober, als die Polizei ein Fahndungsfoto, das ihr von der Bank zur Verfügung gestellt wurde, veröffentlicht hatte. Der Vorwurf: Sie soll im Juli mitunter mit einer gestohlenen Kreditkarte bei einer Bank Geld abgehoben haben. Schnell stellte es sich heraus, dass die falschen Fahndungsfotos freigegeben wurden.
„Meine Klientin wurde auf der Straße als Betrügerin angesprochen“
„Die betrügerische Abhebung passierte am 29. Oktober um 11.36 Uhr und meine Klientin behob aber erst um 11.48 Uhr das Geld, das wurde von der Bank verwechselt“, so der Villacher Anwalt Dr. Hans Gradischnig, der sich dieser Sache dann annahm. Mit Erfolg, wie es sich jetzt herausstellte. „Wir haben einige Zeit um die Höhe des Betrages gestritten, die Bank eröffnete das Gebot mit 2.500. Euro. Das war mir aber zu wenig, meine Klientin wurde ja auf der Straße als Betrügerin angesprochen“, erzählt Gradischnig exklusiv 5 Minuten. Dann erhöhte das Institut die Summe auf 5000 Euro, was dem Anwalt noch immer zu wenig erschien. „Die Frau war tief gekränkt, ihre ganze Familie litt unter diesem Vorwurf“.
Kurz vor Weihnachten: Einigung mit der Bank
Jetzt, knapp vor dem Christkindl gab es dann die überraschende Bescherung: „Die Bank erhöhte das Angebot auf 8.000 Euro. Für die Frau, die nur eine kleine Pension hat, eine Summe die sie erst gar nicht glauben wollte. Ihre Augen füllten sich dann mit Tränen, ich musste auch etwas schlucken, als ich sah, wie gerührt sie war und wie sie in dieser Zeit gelitten haben musste. Der Fall ist somit erledigt, für sie werden es wohl die schönsten Weihnachten seit langer Zeit werden“, so Gradischnig.